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| − | ===zu § 1836c Nr. 1 BGB (Einsatz des Einkommens)=== | + | = Rechtsprechungsübersicht in Leitzsätzen = |
| | + | == Zu § 1836c Nr. 1 BGB (Einsatz des Einkommens): == |
| | + | === Freigrenzen === |
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| − | *Zur Mittellosigkeit nach neuem Recht (Einkommensfreigrenze, Anwendung von § 82 SGB-XII): LG Koblenz BtPrax 1999, 113 (mit Anmerkung Jürgens BtPrax 1999, S. 99), abgeändert: LG Koblenz FamRZ 2001, 308 = BtPrax 2001, 222, erneut LG Koblenz FamRZ 2006, 361
| + | Zur Mittellosigkeit nach neuem Recht ('''Einkommensfreigrenze''', Anwendung von § 79 BSHG; ab 1.1.05 § 82 SGB-XII): LG ''Koblenz'' BtPrax 1999, 113 (mit Anmerkung ''Jürgens'' BtPrax 1999, S. 99), abgeändert: LG ''Koblenz ''FamRZ 2001, 308 = BtPrax 2001, 222, erneut LG Koblenz FamRZ 2006, 361 |
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| − | *Zur Mittellosigkeit nach neuem Recht (Einkommensfreigrenze, Anwendung von § 81 I BSHG; ab 1.1.05 § 85 SGB-XII): LG Bautzen FamRZ 2000, 1535 = BtPrax 2000, 267 = JurBüro 2001, 42; LG Dresden 2 T 1293/00 vom 24.4.01
| + | Zur Mittellosigkeit nach neuem Recht ('''Einkommensfreigrenze''', Anwendung von § 81 I BSHG; ab 1.1.05 § 85 SGB-XII): LG ''Bautzen'' FamRZ 2000, 1535 = BtPrax 2000, 267 = JurBüro 2001, 42; LG Dresden 2 T 1293/00 vom 24.4.01 |
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| − | *Verfahrenspflegertätigkeit löst keinen Unterhaltsanspruch aus: LG Braunschweig BtPrax 1999, 34
| + | Zur Berücksichtigung von''' Einkommensfreibeträgen bei Heimbewohnern''': BayObLG FamRZ 2000, 562 = NJW-RR 2001, 584 |
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| − | *Betreuertätigkeit löst Unterhaltsanspruch aus: OLG Nürnberg BtPrax 1999, 236, ebenso LG Kleve FamRZ 2000, 1534 sowie LG Duisburg, 22 T 15/00 vom 15.2.2000 und LG Düsseldorf 19 T 493/00 vom 25.9.2000 und 25 T 202/01 vom 17.9.2001; LG Kiel, 3 T 23/00 vom 11.12.2000;
| + | Die [[Regress der Staatskasse|Staatskasse]] kann wegen Betreuungskosten bei der betreuten Person '''Rückgriff '''nehmen, soweit diese ihr Einkommen und Vermögen gem. § 1836c BGB einzusetzen hat. Bei einem verbleibenden freien Betrag aus dem monatlichen Einkommen von 639,92 Euro ist die Anordnung einer mtl. Zahlung von 500 Euro nicht unangemessen: LG ''Koblenz'' FamRZ 2007, 236 |
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| − | *Unterhaltsansprüche sind auch gegen Verwandte 2 Grades (Enkel) zu prüfen; keine Einschränkung wie im Sozialhilferecht: LG Duisburg JurBüro 2001, 267
| + | Bei einem Einkommen von 1.458 €, Unterkunftskosten von 500 € und einem Grundfreibetrag von 690 € (seit 1.7.2007 694 €), einem in diesem Rahmen verbleiben freien Betrag von 268,13 € ist die Anordnung einer monatlichen Zahlung von 150 € nicht unangemessen: LG Koblenz FamRZ 2007, 1769 |
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| − | *Erfordernis gerichtlicher Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen ist von Amts wegen durch das Gericht zu prüfen, ggf. ist der Unterhaltspflichtige durch das Gericht anzuhören: OLG Düsseldorf FamRZ 2001, 1099 = FGPrax 2001, 110
| + | Ein dem Betreuten nach Abschluss eines Vergleiches wegen einer durch einen Unfall erlittenen Verletzung gezahltes '''Schmerzensgeld''' (§ 253 BGB) ist im Rahmen der [[Betreuervergütung]] bei der Prüfung der Mittellosigkeit nicht zu berücksichtigen und kann deshalb auch keinen späteren [[Regress der Staatskasse]] begründen: OLG'' Frankfurt/Main,'' Beschluss 20 W 128/08 vom 16.05.2008; FamRZ 2008, 2152 |
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| − | *Kein Übergang von Unterhaltsansprüchen auf Staatskasse; keine Prüfung der unterhaltsrechtlichen Leistungsfähigkeit durch VormG: LG Verden/Aller BtPrax 2000, 268 = Rpfleger 2000, 550 =NJW-RR 2001, 579 = NJWE-FER 2001, 180 m. Anm. Hellmann in RdLh 2001, 179; BayObLG BtPrax 2002, 40 m. Anm. Hellmann in RdLh 2002, 36
| + | === Unterhalt als Einkommen === |
| | + | [[Verfahrenspfleger]]tätigkeit löst keinen '''Unterhaltsanspruch''' aus: LG ''Braunschweig'' BtPrax 1999, 34 |
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| − | *Bei einem Regress der Staatskasse wegen u.U. bestehender Unterhaltsansprüche ist das VormG grundsätzlich nicht verpflichtet zu prüfen, ob solche Ansprüche tatsächlich bestehen. Dies ist vielmehr Gegenstand eines gerichtlichen Unterhaltsverfahrens, das von der Staatskasse gem. § 1 I Nr. 4b JBeitrO i.V.m. §§ 829, 835 ZPO betrieben werden kann: BayObLG NJW-RR 2002, 943 = Rpfleger 2002, 313 = FPR 2002, 69, ähnlich LG Kleve FamnRZ 2002, 1290 sowie OLG Schleswig FGPrax 2005, 159
| + | Betreuertätigkeit löst '''Unterhaltsanspruch''' aus: OLG Nürnberg BtPrax 1999, 236, ebenso LG ''Kleve ''FamRZ 2000, 1534 sowie LG ''Duisburg'', 22 T 15/00 vom 15.2.2000 und LG ''Düsseldorf'' 19 T 493/00 vom 25.9.2000 und 25 T 202/01 vom 17.9.2001; LG ''Kiel'', 3 T 23/00 vom 11.12.2000; |
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| − | *Keine Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen gegen den Ehegatten des Betreuers, wenn dieser der Elternteil des Betreuten ist: OLG Düsseldorf BtPrax 2002, 267 = FamRZ 2002, 1590
| + | '''Unterhaltsansprüche''' sind auch gegen Verwandte 2 Grades (Enkel) zu prüfen; keine Einschränkung wie im Sozialhilferecht: LG ''Duisburg ''JurBüro 2001, 267 |
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| − | *Unterhaltsbedarf für Betreuervergütungsansprüche kann nicht separat zu sonstigen Unterhaltsansprüchen geltend gemacht werden; es handelt sich nicht um Sonderbedarf nach § 1613 BGB: AG Westerstede; FamRZ 2003, 552 m.Anm. Bienwald FamRZ 2003, 886 (im Berufungsverfahren durch OLG Oldenburg bestätigt)
| + | Erfordernis gerichtlicher '''Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen''' ist von Amts wegen durch das Gericht zu prüfen, ggf. ist der Unterhaltspflichtige durch das Gericht anzuhören: OLG ''Düsseldorf'' FamRZ 2001, 1099 = FGPrax 2001, 110 |
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| − | *Pflegegeld als Einkommen: BayObLG BtPrax 2000, 83 = FamRZ 2000, 562 m. Anm. Jürgens BtPrax 2000, 71 sowie OLG Zweibrücken FamRZ 2001, 309 m. Anm. Hellmann in Rechtsdienst der Lebenshilfe 2/2001, S. 91
| + | '''Kein Übergang von Unterhaltsansprüchen''' auf Staatskasse; keine Prüfung der unterhaltsrechtlichen Leistungsfähigkeit durch VormG: LG ''Verden/Aller'' BtPrax 2000, 268 = Rpfleger 2000, 550 =NJW-RR 2001, 579 = NJWE-FER 2001, 180 m. Anm. Hellmann in RdLh 2001, 179; BayObLG BtPrax 2002, 40 m. Anm. Hellmann in RdLh 2002, 36 |
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| − | *Leistungen der Pflegeversicherung sind kein Einkommen i.S. des § 1836c BGB: LG Koblenz BtPrax 2000, 222= FamRZ 2001, 308
| + | Bei einem '''[[Regress der Staatskasse]]''' wegen u.U. bestehender''' Unterhaltsansprüche''' ist das VormG grundsätzlich nicht verpflichtet zu prüfen, ob solche Ansprüche tatsächlich bestehen. Dies ist vielmehr Gegenstand eines gerichtlichen Unterhaltsverfahrens, das von der Staatskasse gem. § 1 I Nr. 4b JBeitrO i.V.m. §§ 829, 835 ZPO betrieben werden kann: BayObLG NJW-RR 2002, 943 = Rpfleger 2002, 313 = FPR 2002, 69, ähnlich LG ''Kleve'' FamnRZ 2002, 1290 sowie OLG ''Schleswig'' FGPrax 2005, 159 |
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| − | *Bei Anrechnung von Pflegegeld als Einkommen sind Krankheits- und Behinderungskosten als besondere Belastung gem. § 84 BSHG (ab 1.1.05 § 87 SGB-XII) zu berücksichtigen: BayObLG BtPrax 2001, 254 = FamRZ 2002, 419
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| − | *Zur Berücksichtigung von Einkommensfreibeträgen bei Heimbewohnern: BayObLG FamRZ 2000, 562 = NJW-RR 2001, 584
| + | '''Keine Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen''' gegen den Ehegatten des Betreuers, wenn dieser der Elternteil des Betreuten ist: OLG ''Düsseldorf'' BtPrax 2002, 267 = FamRZ 2002, 1590 <nowiki>= FGPrax 2002, 226</nowiki> |
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| − | *Kindergeld ist kein Einkommen des Betreuten, sondern seines Elternteils: LG Passau, 2 T 257/99 vom 14.10.99, Rechtsdienst der Lebenshilfe 1999, 174
| + | '''Unterhaltsbedarf für Betreuervergütungsansprüche''' kann nicht separat zu sonstigen Unterhaltsansprüchen geltend gemacht werden; es handelt sich nicht um Sonderbedarf nach § 1613 BGB: AG ''Westerstede''<nowiki>; FamRZ 2003, 552 m.Anm. </nowiki>''Bienwald'' FamRZ 2003, 886 (im Berufungsverfahren durch OLG ''Oldenburg'' bestätigt) |
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| − | *Unstreitige bzw. titulierte Schuldverpflichtungen des Betreuten sind im Rahmen der nach § 850c ZPO pfändbaren Beträge nach § 87 SGB-XII zu berücksichtigen; nach deren Abzug ist dem Betreuten der Sozialhilfesatz der Hilfe zum Lebensunterhalt zu belassen: LG Braunschweig 8 T 720/01 vom 21.6.2001
| + | '''Kindergeld''' ist kein Einkommen des Betreuten, sondern seines Elternteils: LG ''Passau'', 2 T 257/99 vom 14.10.99, Rechtsdienst der Lebenshilfe 1999, 174 |
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| − | *Verbindlichkeiten, die in § 82 II SGB-XII nicht genannt sind, können bei der Einkommensberechnung nicht berücksichtigt werden; ob diese tituliert sind, ist unerheblich: LG Koblenz FamRZ 2005, 306
| + | Eine Kindergeldnachzahlung für mehrere Jahre ist nicht ausschließlich im Monat der Nachzahlung als Einkommen anzusehen, sondern anteilig auf die Monate, für die dieses Kindergeld gewährt wurde, aufzuteilen: LG Giessen, Beschluss vom 13.02.2008, 7 T 528/07 |
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| − | *Die Kosten einer gerichtlich angeordneten Betreuung in Folge eines Arbeitsunfalls sind im Rahmen der sozialen Rehabilitation vom Unfallversicherer zu übernehmen:LSG Rheinland-Pfalz BtPrax 2005, 115
| + | === Pflegegeld als Einkommen === |
| | + | '''Pflegegeld als Einkommen''': BayObLG BtPrax 2000, 83 = FamRZ 2000, 562 m. Anm. ''Jürgens'' BtPrax 2000, 71 sowie OLG ''Zweibrücken'' FamRZ 2001, 309 m. Anm. ''Hellmann'' in Rechtsdienst der Lebenshilfe 2/2001, S. 91 |
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| − | *Die Staatskasse kann wegen Betreuungskosten bei der betreuten Person Rückgriff nehmen, soweit diese ihr Einkommen und Vermögen gem. § 1836c BGB einzusetzen hat. Bei einem verbleibenden freien Betrag aus dem monatlichen Einkommen von 639,92 Euro ist die Anordnung einer mtl. Zahlung von 500 Euro nicht unangemessen: LG Koblenz FamRZ 2007, 236
| + | '''Leistungen der Pflegeversicherung''' sind kein Einkommen i.S. des § 1836c BGB: LG ''Koblenz'' BtPrax 2000, 222= FamRZ 2001, 308 |
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| − | ===Zu § 1836c Nr. 2 BGB (Einsatz des Vermögens)===
| + | Bei Anrechnung von Pflegegeld als Einkommen sind '''Krankheits- und Behinderungskosten''' als besondere Belastung gem. § 84 BSHG (ab 1.1.05 § 87 SGB-XII) zu berücksichtigen: BayObLG BtPrax 2001, 254 = FamRZ 2002, 419 |
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| − | *Zur Vermögensfreigrenze: BayObLG BtPrax 2000, 83 m. Anm. Jürgens BtPrax 2000, 71
| + | === Schuldverpflichtungen === |
| | + | Unstreitige bzw. titulierte '''Schuldverpflichtungen''' des Betreuten sind im Rahmen der nach § 850c ZPO pfändbaren Beträge nach § 87 SGB-XII zu berücksichtigen; nach deren Abzug ist dem Betreuten der Sozialhilfesatz der Hilfe zum Lebensunterhalt zu belassen: LG ''Braunschweig'' 8 T 720/01 vom 21.6.2001 |
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| − | *Schonvermögen beträgt auch nach 1.1.99 (bis 31.12.2004) grundsätzlich 4091 Euro: LG München I BtPrax 2000, 134, ebenso LG Stuttgart – 10 T 243/99- vom 25.10.1999 und LG Krefeld (AZ unbek.), LG Marburg 3 J 363/99 vom 16.08.00; LG Hamburg 322 T 148/00; LG Wuppertal, 6 T 337/00 vom 12.5.2000 ; OLG Köln 16 WX 97/00 vom 13.9.2000, OLG-Report Köln 2001, 92;
| + | '''Verbindlichkeiten''', die in § 82 II SGB-XII nicht genannt sind, können bei der Einkommensberechnung nicht berücksichtigt werden; ob diese tituliert sind, ist unerheblich: LG ''Koblenz'' FamRZ 2005, 306 |
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| − | *Auch bei schwerstpflegebedürftigen Betreuten (Pflegestufe 3) ist ab 1.1.2005 von einem Vermögensschonbetrag von 2.600 Euro (nicht von 4.091 Euro) auszugehen: LG Koblenz FamRZ 2006, 507
| + | Die Kosten einer gerichtlich angeordneten Betreuung in Folge eines '''Arbeitsunfalls''' sind im Rahmen der sozialen Rehabilitation vom '''Unfallversicherer''' zu übernehmen:LSG ''Rheinland-Pfalz'' BtPrax 2005, 115 |
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| − | *Schonvermögen beträgt grundsätzlich 2301 Euro (ab 1.1.05 2600 €): OLG Zweibrücken BtPrax 2000, 264 = FGPrax 2000, 231 = FGPrax 2000, 231 = MDR 2001, 278= NJW-RR 2001, 578; BayObLG BtPrax 2001, 77 = Rpfleger 2001, 179 = BayObLGZ 2000, Nr. 71 = NJWE-FER 2001, 121 = FamRZ 2001, 793 und FamRZ 18/2001, II = BtPrax 2001, 207 = FGPrax 2001, 203 = Rpfleger 2001, 547 (Vorlage an BGH); OLG Schleswig FGPrax 2001, 75 =NJW-RR 2001, 796 = RUP 2001, 108; LG Duisburg, 22 T 131/00 vom 6.9.2000; LG Regensburg 7 T 479/00 vom 18.7.2000; LG Koblenz 2 T 55/98, OLG Frankfurt/Main BtPrax 2002, 131 (s.a. Beitrag von Deinert in BtPrax 2001, 103)
| + | Die Kosten für eine rechtliche Betreuung stellen sonstige''' Leistungen zur Erreichung und Sicherstellung des Rehabilitationserfolgs''' i.S. des § 39 Abs. 1 Nr. 2 SGB VII dar, sind also mit dem Unfallrentenanspruch nicht pauschal abgegolten und daher erstattungsfähig: SozG ''Gießen'', Urteil vom 18.8.2006, S 1 U 249/04; FamRZ 2007, 766 |
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| − | *Der BGH hat entschieden, dass für die Beurteilung der Frage, ob ein Betreuter mittellos i.S.d. §§ 1836 c BGB ist, im Regelfall von einem Schonbetrag i.H.v. 2301 Euro (ab 1.1.05 2600 €)auszugehen ist: Beschluss XII ZB 142/01 v. 24.10.2001, FamRZ 2002, 157= MDR 2002, 277 = FGPrax 2002, 23 = FuR 2002, 43 = RdLh 2002, 34 = BtPrax 2002, 75 = BtInfo 2002, 18 = Rpfleger 2002, 262 = JurBüro 2002, 267
| + | == Zu § 1836c Nr. 2 BGB (Einsatz des Vermögens) == |
| | + | === Vermögensfreigrenzen === |
| | + | Zur '''Vermögensfreigrenze''': BayObLG BtPrax 2000, 83 m. Anm.'' Jürgens'' BtPrax 2000, 71 |
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| − | *Der Einsatz des Barvermögens bei der Betreuervergütung bestimmt sich allein nach der zu § 88 BSHG erlassenen Durchführungsverordnung. Andere Vorschriften, z.B. die im Bundesversorgungsgesetz festgelegten Schongrenzen, sind ohne Belang: BayObLG FamRZ 6/2002, II = FamRZ 2002, 701 = BtPrax 2002, 123 = BtPrax 2002, 270 = FGPrax 2002, 73 sowie LG Regensburg, Beschluss 7 T 483/01 vom 22.11.2001, OLG Frankfurt/Main FGPrax 2004, 72 = FamRZ 2004, 836 = BtPrax 2004, 117; OLG Hamm FamRZ 2004, 1324
| + | '''Schonvermögen''' beträgt auch nach 1.1.99 (bis 31.12.2004) grundsätzlich 4091 Euro: LG ''München I'' BtPrax 2000, 134, ebenso LG ''Stuttgart'' – 10 T 243/99- vom 25.10.1999 und LG ''Krefeld'' (AZ unbek.), LG ''Marburg ''3 J 363/99 vom 16.08.00; LG Hamburg 322 T 148/00; LG ''Wuppertal'', 6 T 337/00 vom 12.5.2000 ; OLG ''Köln'' 16 WX 97/00 vom 13.9.2000, OLG-Report Köln 2001, 92; |
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| − | *Freibetrag nach § 88 III Satz 3 BSHG (25.311 Euro) bei Behinderten in Werkstatt gilt auch im Betreuungsrecht (bis 31.12.2004): LG Schweinfurt, Rechtsdienst der Lebenshilfe 2000, 87 = FamRZ 2000, 1532, ebenso vom Ergebnis LG Dresden FamRZ 2001, 712, LG Chemnitz FamRZ 2001, 1026, OLG Dresden Beschluss 15 W 677/00 vom 17.5.2000; OLG Celle FamRZ 2003, 1047 = FGPrax 2003, 130; LG Münster BtPrax 2003, 233; BayObLG FamRZ 2003, 966 = BtPrax 2003, 180 = NJW-RR 2002, 1520; LG Trier 5 T 134/04 vom 20.8.04, BtG-Rundbrief 3/04, S. 47; a.A. (nur bei Vorliegen besonderer Härte): LG Osnabrück FamRZ 2002, 702 = Nds. Rpfleger 2001, 261 (aufgehoben durch OLG Celle, s.o.)
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| − | *Betreuten, die Eingliederungshilfe in einer WfbM beziehen, steht ein erweitertes Schonvermögen wie früher nach § 88 Abs. 3 Satz 3 BSHG seit 1.1.2005 nicht mehr zu. Das erweiterte Schonvermögen ist aber auf Regressansprüche der Staatskasse für Betreuerentschädigungen aus der Zeit vor dem 1.1.2005 weiterhin anzuwenden: OLG München BtPrax 2006, 79, ebenso OLG Hamm, Beschluss 15 W 322/05 vom 11.4.2006 FamRZ 2006, 1876 = Rpfleger 2006, 466 = RdLH 2006, 78 sowie OLG Brandenburg, Beschluss 11 Wx 45/06 vom 14.11.2006
| + | Auch bei '''schwerstpflegebedürftigen Betreuten''' (Pflegestufe 3) ist ab 1.1.2005 von einem Vermögensschonbetrag von 2.600 Euro (nicht von 4.091 Euro) auszugehen: LG ''Koblenz'' FamRZ 2006, 507 |
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| − | *Vermögensfreibetrag von 1279 Euro (Hilfe zum Lebensunterhalt) ist bei der Betreuervergütung nicht anzuwenden: LG Leipzig FamRZ 2001, 656
| + | '''Schonvermögen''' beträgt grundsätzlich 2301 Euro (ab 1.1.05 2600 €): OLG'' Zweibrücken ''BtPrax 2000, 264 = FGPrax 2000, 231 <nowiki>= FGPrax 2000, 231 = MDR 2001, 278= NJW-RR 2001, 578; BayObLG </nowiki>BtPrax 2001, 77 = Rpfleger 2001, 179 = BayObLGZ 2000, Nr. 71 = NJWE-FER 2001, 121 = FamRZ 2001, 793 und FamRZ 18/2001, II = BtPrax 2001, 207 = FGPrax 2001, 203 = Rpfleger 2001, 547 (Vorlage an BGH); OLG ''Schleswig'' FGPrax 2001, 75 =NJW-RR 2001, 796 = RUP 2001, 108; LG ''Duisburg'', 22 T 131/00 vom 6.9.2000; LG ''Regensburg'' 7 T 479/00 vom 18.7.2000; LG ''Koblenz'' 2 T 55/98, OLG ''Frankfurt/Main'' BtPrax 2002, 131 (s.a. Beitrag von ''Deinert'' in BtPrax 2001, 103) |
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| − | *Angespartes Schmerzensgeld ist beim Schonvermögensbetrag nicht mitzurechnen: LG Essen Beschluss 7 T 206+210-212/95 vom 21.6.1995; OLG Köln FamRZ 1988, 95; OLG Hamm AnwBl 1981, 72; OLG Jena FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 125
| + | Der '''BGH''' hat entschieden, dass für die Beurteilung der Frage, ob ein Betreuter mittellos i.S.d. §§ 1836 c BGB ist, im Regelfall von einem '''Schonbetrag i.H.v. 2301 Euro''' (ab 1.1.05 2600 €)auszugehen ist: Beschluss XII ZB 142/01 v. 24.10.2001, FamRZ 2002, 157= MDR 2002, 277 = FGPrax 2002, 23 = FuR 2002, 43 = RdLh 2002, 34 = BtPrax 2002, 75 = BtInfo 2002, 18 = Rpfleger 2002, 262 = JurBüro 2002, 267 |
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| − | *Werden laufende Versorgungsbezüge nach dem OEG nicht verbraucht, sondern dem Vermögen zugeführt, steht dieses grundsätzlich für die Betreuervergütung zur Verfügung: BayObLG FamRZ 2002, 1289 = FGPrax 2003, 73, BayObLG BtPrax 2005, 108 = FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 119
| + | Der Einsatz des Barvermögens bei der Betreuervergütung bestimmt sich allein nach der zu § 88 BSHG erlassenen Durchführungsverordnung. Andere Vorschriften, z.B. die im '''Bundesversorgungsgesetz''' festgelegten Schongrenzen, sind ohne Belang: BayObLG FamRZ 6/2002, II = FamRZ 2002, 701 = BtPrax 2002, 123 = BtPrax 2002, 270 = FGPrax 2002, 73 sowie LG Regensburg, Beschluss 7 T 483/01 vom 22.11.2001, OLG ''Frankfurt/Main'' FGPrax 2004, 72 = FamRZ 2004, 836 = BtPrax 2004, 117; OLG ''Hamm ''FamRZ 2004, 1324; OLG ''Köln'' FamRZ 2007, 1043 |
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| − | *Kein Einsatz einer Unterhaltsabfindung, die für den laufenden Lebensbedarf benötigt wird, zur Deckung der Betreuervergütung, wegen Anwendung der Härtefallregelung (§ 88 III S. 2 BSHG; ab 1.1.05 § 90 III SGB-XII): OLG Hamm FamRZ 2003, 1875
| + | Freibetrag nach § 88 III Satz 3 BSHG (25.311 Euro) bei '''Behinderten in Werkstatt''' gilt auch im Betreuungsrecht: LG ''Schweinfurt'', Rechtsdienst der Lebenshilfe 2000, 87 <nowiki>= FamRZ 2000, 1532, ebenso vom Ergebnis LG </nowiki>''Dresden ''FamRZ 2001, 712, LG ''Chemnitz'' FamRZ 2001, 1026, OLG ''Dresden'' Beschluss 15 W 677/00 vom 17.5.2000; OLG ''Celle'' FamRZ 2003, 1047 = FGPrax 2003, 130; LG Münster BtPrax 2003, 233; BayObLG FamRZ 2003, 966 = BtPrax 2003, 180 = NJW-RR 2002, 1520; LG ''Trier'' 5 T 134/04 vom 20.8.04, BtG-Rundbrief 3/04, S. 47; a.A. (nur bei Vorliegen besonderer Härte): LG ''Osnabrück'' FamRZ 2002, 702 = Nds. Rpfleger 2001, 261 (aufgehoben durch OLG Celle, s.o.) |
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| − | *Kein Einsatz von Entschädigungen nach dem StrRehaG für eine zu Unrecht verhängte Freiheitsentziehung für die Betreuervergütung: LG Verden FamRZ 2004, 221
| + | Betreuten, die '''Eingliederungshilfe '''in einer WfbM beziehen, steht ein erweitertes Schonvermögen wie früher nach § 88 Abs. 3 Satz 3 BSHG seit 1.1.2005 nicht mehr zu. Das erweiterte Schonvermögen ist aber auf Regressansprüche der Staatskasse für Betreuerentschädigungen aus der Zeit vor dem 1.1.2005 weiterhin anzuwenden: OLG ''München'' BtPrax 2006, 79, ebenso OLG ''Hamm'', Beschluss 15 W 322/05 vom 11.4.2006, FamRZ 2006, 1876 = Rpfleger 2006, 466 = RdLH 2006, 78 sowie OLG'' Brandenburg,'' Beschluss 11 Wx 45/06 vom 14.11.2006, FamRZ 2007, 854 |
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| − | *Kein Einsatz von angesparten Leistungen der Stiftung “Hilfswerk für das behinderte Kind“ für die Betreuervergütung: LG Hamburg Rpfleger 2003, 503
| + | '''Vermögensfreibetrag''' von 1279 Euro (Hilfe zum Lebensunterhalt) ist bei der Betreuervergütung nicht anzuwenden: LG ''Leipzig'' FamRZ 2001, 656 |
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| − | *Anspruch auf Schenkungsrückforderung wegen Verarmung (§ 528 BGB) kann Vermögen i.S. des § 1836c BGB sein: OLG Hamm FamRZ 2003, 1873
| + | Eine betreute Person ist hinsichtlich des 2.600 € übersteigenden Teils des Barvermögens als vermögend anzusehen: AG ''Westerburg'', FamRZ 2007, 1844 (m.Anm. Bienwald). |
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| − | *Bausparvertrag zur Erhaltung oder Beschaffung von Wohnraum für Behinderte ist kein verfügbares Vermögen: LG Koblenz, 2 T 232/99 vom 31.5.99, Rechtsdienst der Lebenshilfe 1999, 174
| + | === Einsatz bestimmter Vermögenswerte === |
| | + | '''Angespartes Schmerzensgeld''' ist beim Schonvermögensbetrag nicht mitzurechnen: LG ''Essen ''Beschluss 7 T 206+210-212/95 vom 21.6.1995; OLG ''Köln ''FamRZ 1988, 95; OLG ''Hamm'' AnwBl 1981, 72; OLG ''Jena'' FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 125; OLG ''Hamm'', Beschluss 15 W 328/06 vom 6.11.2006 |
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| − | *Bausparguthaben ist in Höhe des Rückkaufswertes einzusetzendes Vermögen nach § 90 SGB-XII, dies gilt auch, wenn bei einer Kündigung staatliche Zulagen zurück zu zahlen sind: OVG Münster NvwZ-RR 2000, 685 = FEVS Bd. 51, 551; LG Koblenz FamRZ 2005, 306
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| − | *Forderungen aus Prämiensparverträgen sind grundsätzlich dem Kto.inhaber als Vermögen zuzurechnen: OVG Lüneburg NVwZ-RR 2000, 166
| + | Der Rechtsirrtum eines Betreuungsvereins zur Beurteilung der Frage, ob der Einsatz des dem Betroffenen zugeflossenen '''Schmerzensgeldes''' eine unbillige Härte i.S.d. § 90 Abs. 3 SGB XII bedeutet, kann nicht als unverschuldet i.S.d. § 22 Abs. 2 S. 1 FGG bewertet werden, wenn der Verein aus diesem Grund die rechtzeitige Anfechtung der Ablehnung einer gegen die Staatskasse gerichteten Vergütungsfestsetzung versäumt hat. Dies gilt auch dann, wenn der Irrtum durch die Stellungnahme des Bezirksrevisors im Festsetzungsverfahren mitverursacht worden ist: '''OLG ''Hamm''''', Beschluss vom 06.11.2006, 15 W 328/06, FamRZ 2007, 854 = BtMan 2007, 104 (Ls) |
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| − | *Auf Grund eines Grabpflegevertrags gebildetes Vermögen ist kein Schonvermögen i.S: des § 88 BSHG; die Kündigung des Vertrags ist zuzumuten: VG Minden NVwZ-RR 2000, 167; aufgehoben durch nachstehenden Beschluss des OVG Münster
| + | Werden laufende '''Versorgungsbezüge nach dem Opferentschädigungsgesetz''' nicht verbraucht, sondern dem Vermögen zugeführt, steht dieses grundsätzlich für die Betreuervergütung zur Verfügung: BayObLG FamRZ 2002, 1289 = FGPrax 2003, 73, BayObLG BtPrax 2005, 108 = FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 119 |
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| − | *Ersparnisse älterer Menschen für eine würdige, den persönlichen Vorstellungen entsprechende Bestattung betreffen die Alterssicherung und können daher in angemessenem Umfang Schonvermögen i. S. v. § 88 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. Satz 1 BSHG sein. Die Angemessenheit ist nicht schon dann infrage gestellt, wenn die erforderlichen Kosten einer Bestattung i. S. v. § 15 BSHG (§ 74 SGB-XII) (maßvoll) überschritten werden. OVG Münster, Beschluss 16 B 2078/03 vom 19.12.03 , FEVS 55, 478 = info also 2004, 82
| + | Kein Einsatz einer '''Unterhaltsabfindung''', die für den laufenden Lebensbedarf benötigt wird, zur Deckung der Betreuervergütung, wegen Anwendung der Härtefallregelung (§ 88 III S. 2 BSHG; ab 1.1.05 § 90 III SGB-XII): OLG ''Hamm'' FamRZ 2003, 1875 |
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| − | *Es ist nicht zu beanstanden, dass eine Betreute ihren angesparten Barbetrag nach § 21 III BSHG für die Grabpflege des verstorbenen Ehemannes verwendet, auch in Form eines Dauergrabpflegevertrags. In dieser Form angelegte Beträge sind kein verfügbares Vermögen nach § 88 BSHG (§ 90 SGB-XII): VG Frankfurt/Main, Urteil vom 14.6.1999 – 3 E 1084/99
| + | Kein Einsatz von Entschädigungen '''nach dem StrRehaG''' für eine zu Unrecht verhängte Freiheitsentziehung für die Betreuervergütung: LG ''Verden'' FamRZ 2004, 221 |
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| − | *Der Verwertung eines Dauergrabpflegevertrags durch Kündigung kann entgegenstehen, dass die Grapflege des Verstorbenen ihrerseits zum notwendigen Bedarf des Verpflichteten zählt und dieser Bedarf mangels einer sozialhilferechtlichen Alternative nur durch den Grabpflegevertrag gedeckt werden kann: OVG Münster NVwZ-RR 2002, 199
| + | Kein Einsatz von angesparten Leistungen der Stiftung “'''Hilfswerk für das behinderte Kind'''“ für die [[Betreuervergütung]]: LG ''Hamburg'' Rpfleger 2003, 503 |
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| − | *Für '''Bestattungsvertrag''' angelegtes Geld ist verbindlich festgelegt und ist somit bei der Berechnung des Vermögensfreibetrags nicht mitzurechnen: OLG Frankfurt/Main BtPrax 2001, 128 = FamRZ 2001, 868 = FGPrax 2001, 115 = OLG-Report Frankfurt 2001, 134, ebenso VG Sigmaringen BtPrax 1999, 33 und LG Stade BtPrax 2003, 233 sowie für das Sozialhilferecht OVG Münster, Beschluss 16 B 2078/03 vom 19.12.03, ZEVS 55, 478 = info also 2004, 82; OVG Berlin FEVS 49, 218
| + | Anspruch auf '''Schenkungsrückforderung''' wegen Verarmung (§ 528 BGB) kann Vermögen i.S. des § 1836c BGB sein: OLG ''Hamm ''FamRZ 2003, 1873 |
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| − | *Mit entsprechender Zweckbindung für eine angemessene '''Bestattungsvorsorge''' angespartes Vermögen des Betroffenen ist nicht für die Vergütung und den Aufwendungsersatz des Betreuers einzusetzen (Anschluss an OLG Zweibrücken Rpfleger 2005, 666): OLG München, 33 Zivilsenat, Beschluss vom 4.4.2007 - 33 Wx 228/06, FamRZ 2007, 1189; LG Verden FamRZ 2007, 1189
| + | '''Bausparvertrag''' zur Erhaltung oder Beschaffung von Wohnraum für Behinderte ist kein verfügbares Vermögen: LG ''Koblenz'', 2 T 232/99 vom 31.05.99, RdLH 1999, 174 |
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| − | *Eine '''Sterbegeldversicherung''', die erkennbar nur der Sicherung einer würdigen Bestattung dient, ist unabhängig davon, ob der Rückkaufswert günstig ist oder nicht, Vermögen „zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Alterssicherung im Sinne des § 88 BSHG (ab 1.1.05 § 90 SGB-XII) und somit nicht für die Betreuervergütung heranzuziehen: OLG Köln Beschluss 16 Wx 188/02 vom 27.9.2002 sowie zuvor LG Köln 1 T 294/02 vom 9.9.2002; OLG Zweibrücken BtPrax 2006, 80 = FGPrax 2006, 21 = MDR 2006, 398 = Rpfleger 2005, 666 (im letzteren Fall Sterbegeldversicherung in Höhe von 3.000 Euro) sowie [[http://lrsh.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=sh&GerichtAuswahl=OLG+Schleswig&sid=&nr=631&pos=0&anz=1 OLG Schleswig FamRZ 2007, 1188]]
| + | '''Bausparguthaben''' ist in Höhe des Rückkaufswertes einzusetzendes Vermögen nach § 90 SGB-XII, dies gilt auch, wenn bei einer Kündigung staatliche Zulagen zurück zu zahlen sind: OVG ''Münster'' NvwZ-RR 2000, 685 = FEVS Bd. 51, 551; LG ''Koblenz'' FamRZ 2005, 306 |
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| − | *Ein zur Finanzierung der eigenen Bestattung gedachtes Sparguthaben muss nicht für die Bezahlung eines Betreuers verwendet werden. Denn nach Auffassung des Gerichts umfasst das verfassungsrechtlich geschützte Persönlichkeitsrecht auch die Befugnis, für die eigene Bestattung Vorsorge zu treffen. Keineswegs ist es vertretbar, einen Betroffenen auf die Möglichkeit des so genannten Armenbegräbnisses nach dem Sozialhilferecht zu verweisen. Auch das Kapital einer Sterbegeldversicherung wird als so genanntes Schonvermögen angesehen. Dies muss dann aber auch gelten, wenn jemand mit privatem Sparkapital für die Sicherstellung der eigenen Bestattung vorsorgt: LG Koblenz, Beschluss vom 20.06.2006, Az. 2 T 911/05 sowie LG Koblenz NJW-RR 2006, 724
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| − | *Mit entsprechender Zweckbindung für eine angemessene Bestattungsvorsorge angespartes Vermögen des Betroffenen ist nicht für die Vergütung und den Aufwendungsersatz des Betreuers einzusetzen (OLG München, Beschluss vom 4.4.2007 - 33 Wx 228/06, BtPrax 3/2007, im Anschluss an OLG Zweibrücken Rpfleger 2005, 666).
| + | Forderungen aus''' Prämiensparverträgen''' sind grundsätzlich dem Kto.inhaber als Vermögen zuzurechnen: OVG ''Lüneburg'' NVwZ-RR 2000, 166 |
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| − | *Ist ein erhebliches Vermögen, z.B. aus Nachlass, noch nicht auseinandersetzungsfähig, gilt der Betreute als mittellos: OLG Oldenburg FamRZ 2000, 1534 = Rpfleger 2000, 456 = FamRZ 2001, 309, ähnlich OLG Schleswig FamRZ 2003, 1130 und OLG Frankfurt FGPrax 2003, 33
| + | Bei Gewinnspiel gewonnene '''Luxuskreuzfahrt''' bildet einen verwertbaren Vermögenswert, dessen Verwertung grundsätzlich auch keine besondere Härte bedeutet: VG ''Düsseldorf ''info also 2000, 84 |
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| − | *Berücksichtigung von Vermögensgegenständen setzt voraus, dass diese verwertbar sind. Hieran fehlt es insbesondere, wenn der Verwertung ein rechtliches oder tatsächliches Hindernis entgegensteht oder sie nicht in angemessener Zeit durchgeführt werden kann: BayObLG BayObLGZ 2001, 38; BayObLG 3 Z BR 251/01 vom 11.9.2001; BayObLG FamRZ 1999, 1234; LG Koblenz FamRZ 1995, 1444; BayObLG NJW-RR 2003, 1306
| + | Eine in einem '''Sparkassenbrief '''verbriefte Forderung ist als Vermögen zu berücksichtigen, auch wenn diese erst in 5 Jahren fällig wird, weil der Sparbrief als Sicherheit für ein Darlehen akzeptiert werden würde: LG ''Frankenthal'' FamRZ 2001, 1645 |
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| − | *An der Verwertbarkeit von Vermögen fehlt es, wenn der Verwertung ein rechtliches oder tatsächliches Hindernis entgegensteht, wenn die Verwertung wirtschaftlich unvertretbar wäre oder wenn sie nicht in angemessener Zeit durchgeführt werden kann: BayObLG NJW-RR 2001, 1515 = BtPrax 2002, 40; OLG Oldenburg FamRZ 2001, 309, ähnlich LG Koblenz BtPrax 2002, 222
| + | Betreuter mit '''Lebensversicherungsverträgen''' mit einem Rückkaufswert von zusammen ca. 8.500 Euro ist nicht als mittellos anzusehen: LG ''Koblenz'' FamRZ 2006, 292 |
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| − | *Eine schwierige Verwertung von Grundeigentum liegt nicht schon deshalb vor, weil nach Auskunft eines Maklers ein Verkauf unter Wert erfolgen müsste; ein halbes Jahr ist eine angemessene Frist für eine Verwertung; in der Zwischenzeit kann der Betreuer seinen Anspruch durch eine Hypothek absichern: LG Schweinfurt 42 T 221/01 vom 15.10.2001, ähnlich LG Koblenz FamRZ 2001, 1645
| + | Der Rückkaufswert von '''Kapitallebensversicherungen''' ist Vermögen i.S. des § 88 BSHG (§ 90 SGB-XII): OVG ''Greifswald'' NVwZ-RR 2005, 420 |
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| − | *Mittellosigkeit ist auch dann anzunehmen, als einziger Vermögenswert ein Anspruch auf Verschaffung des Eigentums an einer für eigene Wohnzwecke bestimmten und bereits genutzten Eigentumswohnung zur Abgeltung eines Pflichtteilsanspruchs besteht. Dem steht nicht entgegen, dass der Ergänzungsbetreuer, der seine Vergütung aus der Staatskasse beantragt, gerade zur Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs bestellt ist: OLG Frankfurt/Main, FGPrax 2001, 152 = OLG-Report Frankfurt 2001, 135
| + | === Bestattungs- und Grabpflegekosten === |
| | + | Auf Grund eines '''Grabpflegevertrags''' gebildetes Vermögen ist kein Schonvermögen i.S: des § 88 BSHG /§ 90 SGB XII; die Kündigung des Vertrags ist zuzumuten: VG ''Minden'' NVwZ-RR 2000, 167; aufgehoben durch nachstehenden Beschluss des OVG Münster |
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| − | *Mittellosigkeit ist dann nicht gegeben, wenn eine Grundstücksverwertung längere Zeit in Anspruch nimmt; keine darlehnsweise Vergütung des Betreuers analog zu § 89 BSHG: LG Koblenz FamRZ 2002, 970
| + | Ersparnisse älterer Menschen für eine würdige, den persönlichen Vorstellungen entsprechende Bestattung betreffen die Alterssicherung und können daher in angemessenem Umfang Schonvermögen i. S. v. § 88 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. Satz 1 BSHG (jetzt § 90 SGB XII) sein. Die Angemessenheit ist nicht schon dann infrage gestellt, wenn die erforderlichen Kosten einer Bestattung i. S. v. § 15 BSHG (jetzt § 74 SGB XII) (maßvoll) überschritten werden. OVG Münster, Beschluss 16 B 2078/03 vom 19.12.03 , FEVS 55, 478 <nowiki>= info also 2004, 82</nowiki> |
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| − | *Keine Mittellosigkeit, wenn eine zu eigenen Wohnzwecken nicht mehr benötige und vermietete Eigentumswohnung mit einem Verkehrswert von mind. 100.000 Euro lastenfrei verfügt. Ein Zeitraum von einem halben Jahr zur Vermögensverwertung ist dem Betreuer zumutbar: LG Schweinfurt FamRZ 2002, 1146
| + | Es ist nicht zu beanstanden, dass eine Betreute ihren angesparten Barbetrag nach § 21 III BSHG für die '''Grabpflege''' des verstorbenen Ehemannes verwendet, auch in Form eines Dauergrabpflegevertrags. In dieser Form angelegte Beträge sind kein verfügbares Vermögen nach § 88 BSHG: VG ''Frankfurt/Main'', Urteil vom 14.6.1999 – 3 E 1084/99 |
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| − | *Ein zum Kaufpreis von 750.000 DM (ca. 380.000 €) erworbenes Hausgrundstück mit einer Grundstücksfläche von 1.143 qm und einer Wohnfläche von 135 qm ist auch für eine 5köpfige Familie mit einem schwerstbehinderten Kind nicht mehr angemessen i.S. von § 88 II Nr. 7 BSHG (ab 1.1.05 § 90 II SGB-XII): VG Braunschweig ZfF 2000, 189
| + | Der Verwertung eines '''Dauergrabpflegevertrags''' durch Kündigung kann entgegenstehen, dass die Grapflege des Verstorbenen ihrerseits zum notwendigen Bedarf des Verpflichteten zählt und dieser Bedarf mangels einer sozialhilferechtlichen Alternative nur durch den Grabpflegevertrag gedeckt werden kann: OVG ''Münster'' NVwZ-RR 2002, 199 |
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| − | *Nur ein selbstgenutzes Familienheim ist Schonvermögen. Sonstige Hausgrundstücke sind zu verwerten, ggf. durch Beleihung: OLG Koblenz FamRZ 2005, 468
| + | Für '''[[Bestattungsvertrag]]''' angelegtes Geld ist verbindlich festgelegt und ist somit bei der Berechnung des Vermögensfreibetrags nicht mitzurechnen: OLG ''Frankfurt/Main ''BtPrax 2001, 128 = FamRZ 2001, 868 = FGPrax 2001, 115 = OLG-Report ''Frankfurt'' 2001, 134, ebenso VG ''Sigmaringen ''BtPrax 1999, 33 und LG ''Stade'' BtPrax 2003, 233, LG ''Verden'', Beschluss vom 06.03.2007, 1 T 71/07, FamRZ 2007, 1189 sowie für das Sozialhilferecht OVG ''Münster'', Beschluss 16 B 2078/03 vom 19.12.03, ZEVS 55, 478 = info also 2004, 82; OVG ''Berlin'' FEVS 49, 218 |
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| − | *Bei der Immobilienverwertung (hier 2 nicht selbst genutzte Eigentumswohnungen) ist zwar vor allem auf wirtschaftliche Gesichtspunkte abzustellen, bei der Gesamtwürdigung kann indes auch das Krankheitsbild des Betroffenen einbezogen werden: LG Koblenz BtPrax 2005, 239, BayObLG FamRZ 2004, 566
| + | Eine '''Sterbegeldversicherung''', die erkennbar nur der Sicherung einer würdigen Bestattung dient, ist unabhängig davon, ob der Rückkaufswert günstig ist oder nicht, Vermögen „zur Aufrechterhaltung einer angemessenen Alterssicherung im Sinne des § 88 BSHG (ab 1.1.05 § 90 SGB-XII) und somit nicht für die Betreuervergütung heranzuziehen: OLG ''Köln'' Beschluss 16 Wx 188/02 vom 27.9.2002 sowie zuvor LG Köln 1 T 294/02 vom 9.9.2002; OLG ''Zweibrücken'' BtPrax 2006, 80 = FGPrax 2006, 21 = MDR 2006, 398 = Rpfleger 2005, 666 (im letzteren Fall Sterbegeldversicherung in Höhe von 3.000 Euro); OLG ''München'', Beschluss 33 Wx 228/06 vom 4.4.2007, BtPrax 2007, 130 = FamRZ 2007, 1189 = MDR 2007, 838 = FGPrax 2007, 128 = Rpfleger 2007, 394; [http://lrsh.juris.de/cgi-bin/laender_rechtsprechung/document.py?Gericht=sh&GerichtAuswahl=OLG+Schleswig&sid=&nr=631&pos=0&anz=1 OLG ''Schleswig''], Beschluss 2 W 252/06 vom 14.2.2007, BtPrax 2007, 133 = FamRZ 2007, 1188 = FGPrax 2007, 230 |
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| − | *Gesellschaftsanteil gehört zum Vermögen des Betreuten i.S. des § 1836c BGB, auch wenn zunächst eine Auflösung der Gesellschaft erfolgen muss: OLG Frankfurt/Main BtPrax 2001, 167
| + | Ein zur Finanzierung der eigenen '''Bestattung''' gedachtes '''Sparguthaben''' muss nicht für die Bezahlung eines Betreuers verwendet werden. Denn nach Auffassung des Gerichts umfasst das verfassungsrechtlich geschützte Persönlichkeitsrecht auch die Befugnis, für die eigene Bestattung Vorsorge zu treffen. Keineswegs ist es vertretbar, einen Betroffenen auf die Möglichkeit des so genannten Armenbegräbnisses nach dem Sozialhilferecht zu verweisen. Auch das Kapital einer Sterbegeldversicherung wird als so genanntes Schonvermögen angesehen. Dies muss dann aber auch gelten, wenn jemand mit privatem Sparkapital für die Sicherstellung der eigenen Bestattung vorsorgt: LG ''Koblenz'', Beschluss vom 20.06.2006, 2 T 911/05; LG Koblenz NJW-RR 2006, 724 |
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| − | *Rückgriff der Staatskasse (§ 1836e) nur so weit der Betroffene sein Einkommen und Vermögen einzusetzen hat. Auf geschütztes Vermögen i.S. des § 88 II BSHG (§ 90 SGB-XII) darf die Staatskasse erst zurückgreifen, wenn der Vermögenswert kein Schonvermögen mehr ist. Kein Anspruch auf Sicherung des Rückgriffsanspruchs durch Zwangshypothek: OLG Düsseldorf FGPrax 2001, 110; ähnlich OLG Frankfurt/Main BtPrax 2003, 85 = Rpfleger 2003, 365
| + | === Grundeigentum === |
| | + | Mittellosigkeit ist auch dann anzunehmen, als einziger '''Vermögenswert ein Anspruch auf Verschaffung des Eigentums''' an einer für eigene Wohnzwecke bestimmten und bereits genutzten Eigentumswohnung zur Abgeltung eines Pflichtteilsanspruchs besteht. Dem steht nicht entgegen, dass der Ergänzungsbetreuer, der seine Vergütung aus der Staatskasse beantragt, gerade zur Geltendmachung des Pflichtteilsanspruchs bestellt ist: OLG ''Frankfurt/Main'', FGPrax 2001, 152 = OLG-Report ''Frankfurt'' 2001, 135 |
| | | | |
| − | *Bei Gewinnspiel gewonnene Luxuskreuzfahrt bildet einen verwertbaren Vermögenswert, dessen Verwertung grundsätzlich auch keine besondere Härte bedeutet: VG Düsseldorf info also 2000, 84
| + | Mittellosigkeit ist dann nicht gegeben, wenn eine '''Grundstücksverwertung''' längere Zeit in Anspruch nimmt; keine darlehnsweise Vergütung des Betreuers analog zu § 89 BSHG: LG ''Koblenz ''FamRZ 2002, 970 |
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| − | *Eine in einem Sparkassenbrief verbriefte Forderung ist als Vermögen zu berücksichtigen, auch wenn diese erst in 5 Jahren fällig wird, weil der Sparbrief als Sicherheit für ein Darlehen akzeptiert werden würde: LG Frankenthal FamRZ 2001, 1645
| + | Keine Mittellosigkeit, wenn eine zu eigenen Wohnzwecken nicht mehr benötige und vermietete '''Eigentumswohnung '''mit einem Verkehrswert von mind. 100.000 Euro lastenfrei verfügt. Ein Zeitraum von einem halben Jahr zur Vermögensverwertung ist dem Betreuer zumutbar: LG ''Schweinfurt'' FamRZ 2002, 1146 |
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| − | *Besitzt der Betreute Vermögen über der Schongrenze, ist er auch dann nicht mittellos, wenn Verbindlichkeiten ggü. dem Sozialhilfehilfeträger entgegenstehen, die bisher nicht durch Leistungsbescheid oder Überleitungsänzeige konkretisiert worden sind und der Sozialhilfeträger seine Leistungen ohne Rücksicht auf die Vermögensverhältnisse des Betroffenen erbracht hat: BayObLG BtPrax 2002, 262 = FamRZ 2002, 1658
| + | Ein zum Kaufpreis von 750.000 DM (ca. 380.000 €) erworbenes '''Hausgrundstück''' mit einer Grundstücksfläche von 1.143 qm und einer Wohnfläche von 135 qm ist auch für eine 5köpfige Familie mit einem schwerstbehinderten Kind nicht mehr angemessen i.S. von § 88 II Nr. 7 BSHG (ab 1.1.05 § 90 II SGB-XII): VG ''Braunschweig'' ZfF 2000, 189 |
| | | | |
| − | *Durch Leistungsbescheid zum Zeitpunkt des Gerichtsbeschlusses titulierte Forderungen des Sozialhilfeträgers sind vom Vermögen in Abzug zu bringen: LG Koblenz FamRZ 2004, 1899
| + | Nur ein selbstgenutzes '''Familienheim''' ist Schonvermögen. Sonstige Hausgrundstücke sind zu verwerten, ggf. durch Beleihung: OLG'' Koblenz'' FamRZ 2005, 468 |
| | | | |
| − | *Verbindlichkeiten bleiben bei der Mittellosigkeitsprüfung unberücksichtigt, auch wenn sie bereits tituliert, aber noch nicht vollstreckt sind: BayObLGZ 2003, 271 = FamRZ 2004, 308; a.A.: OLG Zweibrücken FamRZ 1999, 799
| + | Bei der '''Immobilienverwertung''' (hier 2 nicht selbst genutzte Eigentumswohnungen) ist zwar vor allem auf wirtschaftliche Gesichtspunkte abzustellen, bei der Gesamtwürdigung kann indes auch das Krankheitsbild des Betroffenen einbezogen werden: LG ''Koblenz'' BtPrax 2005, 239, BayObLG FamRZ 2004, 566 |
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| − | *Kein Zurückhalten von Vermögenswerten durch den Betreuer gegenüber dem Sozialhilfeträger zugunsten der Refinanzierung der Betreuertätigkeit (so auch BVerwG BtPrax 1996, 101); für die Begleichung von Forderungen ist keine gerichtliche Genehmigung nötig: LG Saarbrücken FamRZ 2003, 60
| + | # Ein Geldbetrag ist nur dann zur baldigen '''Beschaffung eines Hausgrundstückes''' bestimmt, wenn der Empfänger der Sozialleistung konkret damit befasst ist, ein Eigenheim im Sinne des Gesetzes zu bauen oder zu erwerben. |
| | + | # Für eine solche Annahme im Rahmen der Bewertung der Umstände des Einzelfalles reicht es nicht aus, wenn der Betreute nach langjähriger Heimunterbringung weiterhin in einer betreuten Wohngruppe lebt und keine konkreten Schritte im Hinblick auf den Erwerb etwa einer Eigentumswohnung unternommen hat: OLG ''Hamm,'' Beschluss vom 07.07.2005, 15 W 481/04 |
| | | | |
| − | *Härte im Sinne des § 88 III BSHG (ab 1.1.05 § 90 III SGB-XII), somit höherer Vermögensfreibetrag, kann auch durch aus dem Krankheitsbild des Betroffenen folgende Umstände gegeben sein: BayObLG FamRZ 2004, 566
| + | === Verfügbarkeit des Vermögens === |
| | + | '''Gesellschaftsanteil''' gehört zum Vermögen des Betreuten i.S. des § 1836c BGB, auch wenn zunächst eine Auflösung der Gesellschaft erfolgen muss: OLG ''Frankfurt/Main'' BtPrax 2001, 167 |
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| − | *Kein Vermögenseinsatz, wenn dieser für den Betreuten oder seine unterhaltspflichtigen Angehörigen eine Härte bedeuten würde. Bei der Bestimmung der Härte kommt es darauf an, ob der Vermögenseinsatz eine angemessene Lebensführung oder Alterssicherung wesentlich erschweren würde: LG Bochum BtPrax 2004, 247
| + | Ist ein erhebliches Vermögen, z.B. aus '''Nachlass''', noch nicht '''auseinandersetzungsfähig''', gilt der Betreute als mittellos: OLG ''Oldenburg'' FamRZ 2000, 1534 = Rpfleger 2000, 456 = FamRZ 2001, 309, ähnlich OLG ''Schleswig ''FamRZ 2003, 1130 und OLG ''Frankfurt ''FGPrax 2003, 33 |
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| − | *Betreuter mit Lebensversicherungsverträgen mit einem Rückkaufswert von zusammen ca. 8.500 Euro ist nicht als mittellos anzusehen: LG Koblenz FamRZ 2006, 292
| + | Berücksichtigung von Vermögensgegenständen setzt voraus, dass diese verwertbar sind. Hieran fehlt es insbesondere, wenn der '''Verwertung''' ein rechtliches oder tatsächliches '''Hindernis '''entgegensteht oder sie nicht in angemessener Zeit durchgeführt werden kann: BayObLG BayObLGZ 2001, 38; BayObLG 3 Z BR 251/01 vom 11.9.2001; BayObLG FamRZ 1999, 1234; LG Koblenz FamRZ 1995, 1444; BayObLG NJW-RR 2003, 1306 |
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| − | *Der Rückkaufswert von Kapitallebensversicherungen ist Vermögen i.S. des § 88 BSHG (§ 90 SGB-XII): OVG Greifswald NVwZ-RR 2005, 420
| + | An der '''Verwertbarkeit von Vermögen''' fehlt es, wenn der Verwertung ein rechtliches oder tatsächliches Hindernis entgegensteht, wenn die Verwertung wirtschaftlich unvertretbar wäre oder wenn sie nicht in angemessener Zeit durchgeführt werden kann: BayObLG NJW-RR 2001, 1515 = BtPrax 2002, 40; OLG ''Oldenburg ''FamRZ 2001, 309, ähnlich LG ''Koblenz'' BtPrax 2002, 222 |
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| − | *Ein Betreuter, der über nicht unerhebliches verwertbares Vermögen verfügt, ist nicht deshalb als mittellos anzusehen, weil er auf den Vermögenseinsatz für laufenden Lebensunterhalt angewiesen ist und die Bezahlung des Betreuers zu einem schnelleren Vermögensverbrauch und einem früher einsetzendem sozialhilferechtlichen Bedarfs führt: OLG München BtPrax 2005, 191 = FamRZ 2005, 1928 = FGPrax 2005, 120 = FGPrax 2005, 210 = MDR 2006, 336
| + | Eine schwierige '''Verwertung von Grundeigentum''' liegt nicht schon deshalb vor, weil nach Auskunft eines Maklers ein Verkauf unter Wert erfolgen müsste; ein halbes Jahr ist eine angemessene Frist für eine Verwertung; in der Zwischenzeit kann der Betreuer seinen Anspruch durch eine Hypothek absichern: LG ''Schweinfurt ''42 T 221/01 vom 15.10.2001, ähnlich LG ''Koblenz'' FamRZ 2001, 1645 |
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| − | *Von einem Betreuten kann nicht verlangt werden, die aus einer Härtebeihilfe (für Opfer von nationalsozialistischen Unrechtsmaßnahmen im Rahmen des allg. '''Kriegsfolgengesetzes''') gebildeten Ersparnisse in Form einer Lebensversicherung einzusetzen, weil das eine Härte i.S. des § 88 Abs. 3 BSHG (§ 90 Abs. 3 SGB-XII) bedeuten würde: OLG Köln BtPrax 2005, 237
| + | '''Rückgriff der Staatskasse''' (§ 1836e) nur so weit der Betroffene sein Einkommen und Vermögen einzusetzen hat. Auf geschütztes Vermögen i.S. des § 90 SGB XII darf die Staatskasse erst zurückgreifen, wenn der Vermögenswert kein Schonvermögen mehr ist. Kein Anspruch auf Sicherung des Rückgriffsanspruchs durch Zwangshypothek: OLG Düsseldorf FGPrax 2001, 110; ähnlich OLG Frankfurt/Main BtPrax 2003, 85 = Rpfleger 2003, 365 |
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| − | *Das Vermögen muss dann nicht verwertet werden, wenn dies für den Betreuten eine besondere Härte darstellt, insbesondere eine angemessene Lebensführung oder die Aufrechterhaltung einer angemessenen '''Alterssicherung''' wesentlich erschweren würde: BayObLG FamRZ 2002, 416. Im Einzelfall wurde diese Ausnahme verweigert bei einem Betreuten mit einem Barvermögen von rund 37.000 Euro und laufender Rente von über 1.000 Euro: LG Koblenz FamRZ 2006, 647
| + | Es besteht auch dann Anspruch auf die Zahlungen aus der Staatskasse, wenn der Betreuer keinen Zugang zu Vermögen des Betreuten hat, das von einem Testamentsvollstrecker im Rahmen eines '''Behindertentestamentes''' zu anderen Zwecken verwaltet wird: LG'' Itzehoe'', Beschluss 4 T 311/06 vom 01.08.2006, RdLH 2006, 180 |
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| − | *Es besteht auch dann Anspruch auf die Zahlungen aus der Staatskasse, wenn der Betreuer keinen Zugang zu Vermögen des Betreuten hat, das von einem '''Testamentsvollstrecker''' im Rahmen eines Behindertentestamentes zu anderen Zwecken verwaltet wird: LG Itzehoe, Beschluss 4 T 311/06 vom 1.8.2006, RdLH 2006, 180
| + | Die '''fehlende Verfügbarkeit eines Grundstückes '''führt dazu, dass dieses bereits nicht als verwertbares vermögen angesehen werden kann. Somit scheidet die Festsetzung einer Regresszahlung aus, wenn der Betreute zum Zeitpunkt der maßgeblichen Gerichtsentscheidung wegen fehlender Verfügbarkeit eines vorhandenen Vermögenswertes mittelos ist: OLG ''Frankfurt/Main'', Beschluss vom 11.08.2008, 20 W 211/08; BtPrax 2008, 269 = BtMan 2008, 227 (Ls) = RdLH 2008, 176 |
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| − | *Beträge aus '''Sterbegeldversicherung''' sind dem Schonvermögen zuzurechnen: Das in Art. 2 Abs. 1 GG grundgesetzlich geschützte allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst das Recht, über die eigene Bestattung zu bestimmen. Hierzu zählt auch die Dispositionsfreiheit, bereits zu Lebzeiten in angemessenem Umfang für die Durchführung und Bezahlung der eigenen Bestattung Sorge zu tragen. Danach sind die für eine Sterbegeldversicherungaufgewendeten und dem Betroffenen im Fall einer vorzeitigen Vertragsbeendigung hieraus zustehenden Mittel jedenfalls dann dem Schonvermögen nach § 90 SGB XII zuzurechnen, wenn diese für eine angemessene Bestattung bestimmt sind: Schleswig-Holsteinisches OLG, Beschluss vom 14.02.2007, 2 W 252/06
| + | === Verbindlichkeiten === |
| | + | Besitzt der Betreute '''Vermögen über der Schongrenze''', ist er auch dann nicht mittellos, wenn Verbindlichkeiten ggü. dem Sozialhilfehilfeträger entgegenstehen, die bisher nicht durch Leistungsbescheid oder Überleitungsänzeige konkretisiert worden sind und der Sozialhilfeträger seine Leistungen ohne Rücksicht auf die Vermögensverhältnisse des Betroffenen erbracht hat: BayObLG BtPrax 2002, 262 = FamRZ 2002, 1658 |
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| | + | Durch '''Leistungsbescheid''' zum Zeitpunkt des Gerichtsbeschlusses titulierte Forderungen des Sozialhilfeträgers sind vom Vermögen in Abzug zu bringen: LG ''Koblenz'' FamRZ 2004, 1899 |
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| | + | '''Verbindlichkeiten''' bleiben bei der Mittellosigkeitsprüfung unberücksichtigt, auch wenn sie bereits tituliert, aber noch nicht vollstreckt sind: BayObLGZ 2003, 271 = FamRZ 2004, 308; a.A.: OLG ''Zweibrücken'' FamRZ 1999, 799 |
| | + | |
| | + | '''Kein Zurückhalten von Vermögenswerten''' durch den Betreuer gegenüber dem Sozialhilfeträger zugunsten der Refinanzierung der Betreuertätigkeit (so auch BVerwG BtPrax 1996, 101); für die Begleichung von '''Forderungen '''ist keine gerichtliche Genehmigung nötig: LG ''Saarbrücken'' FamRZ 2003, 60 |
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| | + | Bei der Prüfung, ob das Vermögen des Betroffenen die Schongrenze übersteigt, ist allein auf das aktuelle '''Aktivvermögen''' und nicht auf den Übverschuss der Aktiva über die Passiva (Reinvermögen) abzustellen. Unerheblich ist insbesondere auch, ob und inwieweit in absehbarer Zeit noch weitere Verpflichtungen auf den Betreuten zukommen werden: LG ''Detmold'', Beschluss vom 23.07.2008, 3 T 126/08; BtPrax 2008, 275 (Ls) = BtMan 2008, 227 (Ls) |
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| | + | === Härtefallregelungen === |
| | + | Ein Betreuter, der über nicht unerhebliches verwertbares Vermögen verfügt, ist nicht deshalb als mittellos anzusehen, weil er auf den Vermögenseinsatz für laufenden Lebensunterhalt angewiesen ist und die Bezahlung des Betreuers zu einem schnelleren '''Vermögensverbrauch''' und einem früher einsetzendem sozialhilferechtlichen Bedarfs führt: OLG ''München'' BtPrax 2005, 191 = FamRZ 2005, 1928 = FGPrax 2005, 120 = FGPrax 2005, 210 = MDR 2006, 336 |
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| | + | Von einem Betreuten kann nicht verlangt werden, die aus einer '''Härtebeihilfe''' (für Opfer von nationalsozialistischen Unrechtsmaßnahmen im Rahmen des allg. Kriegsfolgengesetzes) gebildeten Ersparnisse in Form einer Lebensversicherung einzusetzen, weil das eine Härte i.S. des § 88 Abs. 3 BSHG (§ 90 Abs. 3 SGB-XII) bedeuten würde: OLG ''Köln'' BtPrax 2005, 237 |
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| | + | Das Vermögen muss dann nicht verwertet werden, wenn dies für den Betreuten eine '''besondere Härte''' darstellt, insbesondere eine angemessene Lebensführung oder die Aufrechterhaltung einer angemessenen '''Alterssicherung''' wesentlich erschweren würde: BayObLG FamRZ 2002, 416. Im Einzelfall wurde diese Ausnahme verweigert bei einem Betreuten mit einem Barvermögen von rund 37.000 Euro und laufender Rente von über 1.000 Euro: LG ''Koblenz'' FamRZ 2006, 647 |
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| | + | '''Härte''' im Sinne des § 90 Abs. 3 SGB-XII, somit höherer Vermögensfreibetrag, kann auch durch aus dem Krankheitsbild des Betroffenen folgende Umstände gegeben sein: BayObLG FamRZ 2004, 566 |
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| | + | Kein Vermögenseinsatz, wenn dieser für den Betreuten oder seine unterhaltspflichtigen Angehörigen eine '''Härte''' bedeuten würde. Bei der Bestimmung der Härte kommt es darauf an, ob der Vermögenseinsatz eine angemessene Lebensführung oder Alterssicherung wesentlich erschweren würde: LG Bochum BtPrax 2004, 247 |
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| | + | Ein dem Betreuten nach Abschluss eines Vergleiches wegen einer durch einen Unfall erlittenen Verletzung gezahltes '''Schmerzensgeld''' (§ 253 BGB) ist im Rahmen der Betreuervergütung bei der Prüfung der Mittellosigkeit nicht zu berücksichtigen und kann deshalb auch keinen späteren Regress der Staatskasse begründen: OLG'' Frankfurt/Main,'' Beschluss 20 W 128/08 vom 16.05.2008; FamRZ 2008, 2152 = BtPrax 2008, 275 (Ls) <nowiki>= BtMan 2008. 226 (Ls)</nowiki> = RdLH 2008, 178 |
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| | ==Rechtsprechung im Wortlaut== | | ==Rechtsprechung im Wortlaut== |