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Dabei hatten schon im 19. Jahrhundert einzelne Ärzte Lehrbücher der Psychiatrie veröffentlicht. Der erste deutsche Lehrstuhl für psychische Heilkunde wurde schon 1811 an der Universität Leipzig eingerichtet. Entscheidend war aber die „Heidelberger Schule“ um den deutschen Philosophen Karl Jaspers (1883 – 1969), den die Nationalsozialisten dann als Universitätsprofessor boykottiert hatten. Ab 1948 wirkte Jaspers daher als Universitätsprofessor in Basel in der Schweiz. Der psychopharmakologische Fortschritt in der medizinischen Forschung machte die bisher unheilbaren „Geisteskrankheiten“ zum Teil heil- bzw. beherrschbar und [[Eingliederungshilfe|verbesserte die Teilhabe]] der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben grundlegend.
 
Dabei hatten schon im 19. Jahrhundert einzelne Ärzte Lehrbücher der Psychiatrie veröffentlicht. Der erste deutsche Lehrstuhl für psychische Heilkunde wurde schon 1811 an der Universität Leipzig eingerichtet. Entscheidend war aber die „Heidelberger Schule“ um den deutschen Philosophen Karl Jaspers (1883 – 1969), den die Nationalsozialisten dann als Universitätsprofessor boykottiert hatten. Ab 1948 wirkte Jaspers daher als Universitätsprofessor in Basel in der Schweiz. Der psychopharmakologische Fortschritt in der medizinischen Forschung machte die bisher unheilbaren „Geisteskrankheiten“ zum Teil heil- bzw. beherrschbar und [[Eingliederungshilfe|verbesserte die Teilhabe]] der Betroffenen am gesellschaftlichen Leben grundlegend.
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===Exorzismus===
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Der Exorzismus (lat.: ex-oro = erbitten, erflehen, durch Bitten bewegen) der römisch-katholischen Kirche ging aus alten, abergläubischen Praktiken hervor. Früher wurden „Dämonen“ mit Hilfe von Zaubersprüchen und Beschwörungen aus besessen geglaubten, [[Psychisch-Kranken-Gesetz|psychisch kranken Menschen]] ausgetrieben. Dies war und ist bis heute eine religionsrechtlich zulässige, traumatisierende Seelenheilpraxis, die durch den Horrorfilm „Der Exorzist“ öffentlich bekannt wurde.
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Protestantischen Kirchen haben diese alten Heilpraktiken seit dem 16. Jahrhundert in Europa allmählich abgeschafft. Die römisch-katholische Weltkirche hält bisher am Amt des Exorzisten fest, ohne den Grund oder den Zweck öffentlich zu erklären. Faktisch bejaht sie damit aber weiterhin Zauberei bzw. Magie als Heilmittel. Nach erfolgter Aufklärung im europäischen Denken gelten jedoch exorzistische Handlungen an kranken Menschen als unsinnig und schädlich. [[Betreuer]] dürften dieser Behandlung in Deutschland keinesfalls zustimmen.
    
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==
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