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| | === Einsatz bestimmter Vermögenswerte === | | === Einsatz bestimmter Vermögenswerte === |
| − | '''Angespartes Schmerzensgeld''' ist beim Schonvermögensbetrag nicht mitzurechnen: LG ''Essen ''Beschluss 7 T 206+210-212/95 vom 21.6.1995; OLG ''Köln ''FamRZ 1988, 95; OLG ''Hamm'' AnwBl 1981, 72; OLG ''Jena'' FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 125; OLG ''Hamm'', Beschluss 15 W 328/06 vom 6.11.2006 | + | '''Angespartes Schmerzensgeld''' (§ 249 BGB) ist beim Schonvermögensbetrag nicht mitzurechnen: LG ''Essen ''Beschluss 7 T 206+210-212/95 vom 21.6.1995; OLG ''Köln ''FamRZ 1988, 95; OLG ''Hamm'' AnwBl 1981, 72; OLG ''Jena'' FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 125; OLG ''Hamm'', Beschluss 15 W 328/06 vom 06.11.2006 |
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| | Mittellosigkeit - Zinsen aus Schmerzensgeld werden nicht | | Mittellosigkeit - Zinsen aus Schmerzensgeld werden nicht |
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| | Betreuervergütung sind Zinsen nicht zu berücksichtigen, die dem | | Betreuervergütung sind Zinsen nicht zu berücksichtigen, die dem |
| | Betreuten aus der Geldanlage eines ihm wegen eines Unfalles gezahlten | | Betreuten aus der Geldanlage eines ihm wegen eines Unfalles gezahlten |
| − | Schmerzensgeldes zufließen. Dies gilt auch dann, wenn Zinsen in Höhe von | + | [[wikipedia:de:Schmerzensgeld|Schmerzensgeldes]] zufließen. Dies gilt auch dann, wenn Zinsen in Höhe von |
| | rund 8.500 Euro aus einer Schmerzensgeldsumme von rund 110.000 Euro | | rund 8.500 Euro aus einer Schmerzensgeldsumme von rund 110.000 Euro |
| | angespart wurden.: OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 02.07.2009, 20 W 491/08. | | angespart wurden.: OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 02.07.2009, 20 W 491/08. |
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| − | Der Rechtsirrtum eines Betreuungsvereins zur Beurteilung der Frage, ob der Einsatz des dem Betroffenen zugeflossenen '''Schmerzensgeldes''' eine unbillige Härte i.S.d. § 90 Abs. 3 SGB XII bedeutet, kann nicht als unverschuldet i.S.d. § 22 Abs. 2 S. 1 FGG bewertet werden, wenn der Verein aus diesem Grund die rechtzeitige Anfechtung der Ablehnung einer gegen die Staatskasse gerichteten Vergütungsfestsetzung versäumt hat. Dies gilt auch dann, wenn der Irrtum durch die Stellungnahme des Bezirksrevisors im Festsetzungsverfahren mitverursacht worden ist: '''OLG ''Hamm''''', Beschluss vom 06.11.2006, 15 W 328/06, FamRZ 2007, 854 = BtMan 2007, 104 (Ls) | + | Der Rechtsirrtum eines [[Betreuungsverein]]s zur Beurteilung der Frage, ob der Einsatz des dem Betroffenen zugeflossenen '''Schmerzensgeldes''' eine unbillige Härte i.S.d. § 90 Abs. 3 SGB XII bedeutet, kann nicht als unverschuldet i.S.d. § 22 Abs. 2 S. 1 FGG bewertet werden, wenn der Verein aus diesem Grund die rechtzeitige Anfechtung der Ablehnung einer gegen die Staatskasse gerichteten Vergütungsfestsetzung versäumt hat. Dies gilt auch dann, wenn der Irrtum durch die Stellungnahme des Bezirksrevisors im Festsetzungsverfahren mitverursacht worden ist: '''OLG ''Hamm''''', Beschluss vom 06.11.2006, 15 W 328/06, FamRZ 2007, 854 = BtMan 2007, 104 (Ls) |
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| | Werden laufende '''Versorgungsbezüge nach dem Opferentschädigungsgesetz''' nicht verbraucht, sondern dem Vermögen zugeführt, steht dieses grundsätzlich für die Betreuervergütung zur Verfügung: BayObLG FamRZ 2002, 1289 = FGPrax 2003, 73, BayObLG BtPrax 2005, 108 = FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 119 | | Werden laufende '''Versorgungsbezüge nach dem Opferentschädigungsgesetz''' nicht verbraucht, sondern dem Vermögen zugeführt, steht dieses grundsätzlich für die Betreuervergütung zur Verfügung: BayObLG FamRZ 2002, 1289 = FGPrax 2003, 73, BayObLG BtPrax 2005, 108 = FamRZ 2005, 1199 = FGPrax 2005, 119 |
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| − | Kein Einsatz einer '''Unterhaltsabfindung''', die für den laufenden Lebensbedarf benötigt wird, zur Deckung der Betreuervergütung, wegen Anwendung der Härtefallregelung (§ 88 III S. 2 BSHG; ab 1.1.05 § 90 III SGB-XII): OLG ''Hamm'' FamRZ 2003, 1875 | + | Kein Einsatz einer '''Unterhaltsabfindung''', die für den laufenden Lebensbedarf benötigt wird, zur Deckung der Betreuervergütung, wegen Anwendung der Härtefallregelung (§ 90 Abs. 3 SGB XII): OLG ''Hamm'' FamRZ 2003, 1875 |
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| | Kein Einsatz von Entschädigungen '''nach dem StrRehaG''' für eine zu Unrecht verhängte Freiheitsentziehung für die Betreuervergütung: LG ''Verden'' FamRZ 2004, 221 | | Kein Einsatz von Entschädigungen '''nach dem StrRehaG''' für eine zu Unrecht verhängte Freiheitsentziehung für die Betreuervergütung: LG ''Verden'' FamRZ 2004, 221 |
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| | Betreuter mit '''Lebensversicherungsverträgen''' mit einem Rückkaufswert von zusammen ca. 8.500 Euro ist nicht als mittellos anzusehen: LG ''Koblenz'' FamRZ 2006, 292 | | Betreuter mit '''Lebensversicherungsverträgen''' mit einem Rückkaufswert von zusammen ca. 8.500 Euro ist nicht als mittellos anzusehen: LG ''Koblenz'' FamRZ 2006, 292 |
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| − | Der Rückkaufswert von '''Kapitallebensversicherungen''' ist Vermögen i.S. des § 88 BSHG (§ 90 SGB-XII): OVG ''Greifswald'' NVwZ-RR 2005, 420 | + | Der Rückkaufswert von '''Kapitallebensversicherungen''' ist Vermögen i.S. des § 90 SGB XII): OVG ''Greifswald'' NVwZ-RR 2005, 420 |
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| | === Bestattungs- und Grabpflegekosten === | | === Bestattungs- und Grabpflegekosten === |