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[[Bild:Heilbehandlungen.gif|thumb|300px|right|Genehmigungen nach § 1904 BGB]]
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==Allgemeines==
 
==Allgemeines==
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=== Allgemeine zivilrechtliche Fragen ===
 
=== Allgemeine zivilrechtliche Fragen ===
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Es handelt sich bei der Arztbehandlung im Verhältnis Arzt–Patient meist um einen [[wikipedia:de:Dienstvertrag|Dienstvertrag]] ({{Zitat de §|611|bgb}} BGB). Der im Krankenhaus beschäftigte Arzt wird aufgrund seines [[wikipedia:de:Arbeitsvertrag|Arbeitsvertrag]]es mit dem [[wikipedia:de:Krankenhausträger|Krankenhausträger]] (z. B. der Stadt; dem Zweckverband) tätig; der Patient schließt in der Regel mit dem Krankenhausträger einen gemischten Vertrag, der vorwiegend Dienstvertrag ist, ärztliche Behandlung eingeschlossen (sog. totaler Krankenhausvertrag).  
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Es handelt sich bei der Arztbehandlung im Verhältnis Arzt–Patient meist um einen [[wikipedia:de:Behandlungsvertrag|Behandlungsvertrag]] (§ 630a ff BGB). Der im Krankenhaus beschäftigte Arzt wird aufgrund seines [[wikipedia:de:Arbeitsvertrag|Arbeitsvertrag]]es mit dem [[wikipedia:de:Krankenhausträger|Krankenhausträger]] (z. B. der Stadt; dem Zweckverband) tätig; der Patient schließt in der Regel mit dem Krankenhausträger einen gemischten Vertrag, der vorwiegend Dienstvertrag ist, ärztliche Behandlung eingeschlossen (sog. totaler Krankenhausvertrag).  
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Der Arzt schuldet hierbei keinen bestimmten Heilerfolg (z. B. Krankheitsheilung im engeren Sinne, Schmerzfreiheit, Wiederherstellung bestimmter Körperfunktionen), sondern nur eine Therapie nach den anerkannten Regeln der ärztlichen [[wikipedia:de:Heilkunst|Heilkunst]]. Anderenfalls hat der Patient gegen den Arzt bzw. das Krankenhaus einen Schadensersatzanspruch wegen ärztlichen [[wikipedia:de:Behandlungsfehler|Kunstfehler]]s (BGH JZ 1987, 877; {{Rspr|BGH NJW 1994, 156}}).
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Der Arzt schuldet hierbei keinen bestimmten Heilerfolg (z. B. Krankheitsheilung im engeren Sinne, Schmerzfreiheit, Wiederherstellung bestimmter Körperfunktionen), sondern nur eine Therapie nach den anerkannten Regeln der ärztlichen [[wikipedia:de:Heilkunst|Heilkunst]]. Anderenfalls hat der Patient gegen den Arzt bzw. das Krankenhaus einen Schadensersatzanspruch wegen ärztlichen [[wikipedia:de:Behandlungsfehler|Kunstfehler]]s (BGH JZ 1987, 877; BGH NJW 1994, 156).
    
=== Krankenbehandlungskosten ===
 
=== Krankenbehandlungskosten ===
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Bezüglich der Kosten der Arztbehandlung wird das [[wikipedia:de:Patientenrechte|Arzt-Patientenverhältnis]] meist durch das Versicherungssystem der gesetzlichen [[wikipedia:de:Krankenkasse|Krankenkasse]] (Gesetzliche Krankenversicherung - GKV) überlagert, wenn zum einen der Patient dort Mitglied ist (ca. 90 % der Bevölkerung in Deutschland), zum anderen der Arzt als Mitglied der kassenärztliche Vereinigung angehört. Die Behandlungskosten werden dann direkt mit der Krankenkasse abgerechnet, die daher die Krankenversicherungsleistungen im Regelfall als Sachleistung erbringt.  
 
Bezüglich der Kosten der Arztbehandlung wird das [[wikipedia:de:Patientenrechte|Arzt-Patientenverhältnis]] meist durch das Versicherungssystem der gesetzlichen [[wikipedia:de:Krankenkasse|Krankenkasse]] (Gesetzliche Krankenversicherung - GKV) überlagert, wenn zum einen der Patient dort Mitglied ist (ca. 90 % der Bevölkerung in Deutschland), zum anderen der Arzt als Mitglied der kassenärztliche Vereinigung angehört. Die Behandlungskosten werden dann direkt mit der Krankenkasse abgerechnet, die daher die Krankenversicherungsleistungen im Regelfall als Sachleistung erbringt.  
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==== Jede Heilmaßnahme und Untersuchung ist eine Körperverletzung ====
 
==== Jede Heilmaßnahme und Untersuchung ist eine Körperverletzung ====
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Eine [[wikipedia:de:Diagnose|Untersuchung]] oder Heilbehandlung bedarf stets der [[wikipedia:de:Einwilligung|Einwilligung]]; ansonsten handelt es sich um eine strafbare [[wikipedia:de:Körperverletzung|Körperverletzung]] nach {{Zitat de §|223|stgb}} [[wikipedia:de:Strafgesetzbuch|StGB]]. Dies gilt auch dann, wenn der Arzt nur das Beste für seinen Patienten will und nach den anerkannten Regeln der ärztlichen Heilkunst handelt.
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Eine [[wikipedia:de:Diagnose|Untersuchung]] oder Heilbehandlung bedarf stets der Einwilligung; ansonsten handelt es sich um eine strafbare [[wikipedia:de:Körperverletzung|Körperverletzung]] nach {{Zitat de §|223|stgb}} StGB (BGH NStZ 2008, 150 = StV 2008, 464). Dies gilt auch dann, wenn der Arzt nur das Beste für seinen Patienten will und nach den anerkannten Regeln der ärztlichen Heilkunst handelt.
    
==== Straffreiheit entsteht durch Patienteneinwilligung ====
 
==== Straffreiheit entsteht durch Patienteneinwilligung ====
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Eine Einwilligung in eine Arztbehandlung hat auch bei einer bestehenden rechtlichen Betreuung grundsätzlich die betreute Person (der Patient selbst) zu erteilen. Vor jeder Behandlung muss der Patient seine Einwilligung geben (Ausnahme: [[wikipedia:de:Notfallmedizin|Notfallbehandlung]] nach mutmaßlicher Einwilligung). Dies führt nach {{Zitat de §|228|stgb}} StGB zur Straffreiheit des behandelnden Arztes (BVerfGE 52, 131; BGH NStZ 1996, 34; BGH, Urteil vom 05.07.2007, 4 StR 549/06; NStZ-RR 2007, 340 = StV 2008, 189).
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Eine Einwilligung in eine Arztbehandlung hat auch bei einer bestehenden rechtlichen Betreuung grundsätzlich die betreute Person (der Patient selbst) zu erteilen. Vor jeder Behandlung muss der Patient seine Einwilligung geben (Ausnahme: [[wikipedia:de:Notfallmedizin|Notfallbehandlung]] nach mutmaßlicher Einwilligung). Dies führt nach {{Zitat de §|228|stgb}} StGB zur Straffreiheit des behandelnden Arztes (BGH NStZ 1996, 34; BVerfGE 52, 131 /170). Ebenso die hypothetische Einwilligung, vgl. BGH 1 StR 300/03; NStZ-RR 2004, 16 = JR 2004, 227 = JR 2004, 251 = StV 2004, 376).
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Bei [[Einwilligungsfähigkeit|einwilligungsfähigen Patienten]] hat der Arzt den aktuell geäußerten Willen des angemessen aufgeklärten Patienten zu beachten, selbst wenn sich dieser Wille nicht mit den aus ärztlicher Sicht gebotenen [[wikipedia:de:Diagnose|Diagnose]]- und Therapiemaßnahmen deckt (Bundesärztekammer, Grundsätze für die ärztliche [[wikipedia:de:Sterbebegleitung|Sterbebegleitung]], Stand 01.05.2004).  
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Bei [[Einwilligungsfähigkeit|einwilligungsfähigen Patienten]] hat der Arzt den aktuell [[Freier Wille|geäußerten Willen]] des [[Informationspflicht|angemessen aufgeklärten Patienten]] zu beachten, selbst wenn sich dieser Wille nicht mit den aus ärztlicher Sicht gebotenen [[wikipedia:de:Diagnose|Diagnose]]- und Therapiemaßnahmen deckt (Bundesärztekammer, Grundsätze für die ärztliche [[wikipedia:de:Sterbebegleitung|Sterbebegleitung]], Stand 1.2.2011). Rechtsgrundlage ab 26.2.2013: § 630d BGB.
    
Die Einwilligungserklärung sollte grundsätzlich ausdrücklich erfolgen. Die wirksame Einwilligung des Patienten ist zwingende Voraussetzung der ärztlichen Behandlung. Eine [[wikipedia:de:Einwilligung|Einwilligung]] kann nur wirksam sein, wenn der Patient vorher aufgeklärt wurde oder eindeutig darauf verzichtet hat. Siehe in der Wikipedia unter [[wikipedia:de:Informierte Einwilligung|Informierte Einwilligung]]
 
Die Einwilligungserklärung sollte grundsätzlich ausdrücklich erfolgen. Die wirksame Einwilligung des Patienten ist zwingende Voraussetzung der ärztlichen Behandlung. Eine [[wikipedia:de:Einwilligung|Einwilligung]] kann nur wirksam sein, wenn der Patient vorher aufgeklärt wurde oder eindeutig darauf verzichtet hat. Siehe in der Wikipedia unter [[wikipedia:de:Informierte Einwilligung|Informierte Einwilligung]]
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Die Bindungswirkung einer [[Patientenverfügung]] ist nach deutschem Recht, anders als nach österreichischen, bisher nicht abschließend geklärt. Im Bundestag werden derzeit (Frühjahr 2009) mehrere [[Synopse|Gesetzesentwürfe]] beraten.
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Die Bindungswirkung einer [[Patientenverfügung]] ist nach deutschem Recht erst seit dem 1.9.2009 im Rahmen des sog. [[Drittes Betreuungsrechtsänderungsgesetz|3. BtÄndG]] geregelt worden (seit 2023 in den §§ 1827, 1828 BGB), ebenso nach § 630d BGB.
    
==== Patient muss einsichts- und steuerungsfähig sein ====
 
==== Patient muss einsichts- und steuerungsfähig sein ====
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Wirksam einwilligen kann nur, wer einwilligungsfähig ist. [[Einwilligungsfähigkeit|Einwilligungsfähig]] sind auch Betreute und Minderjährige, wenn sie die nötige Einsichtsfähigkeit besitzen (letztere meist ab 14 Jahren). Nur wer einwilligungsfähig ist, kann auch wirksam eine Behandlung ablehnen.
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Wirksam einwilligen kann nur, wer einwilligungsfähig ist (OLG Hamm FGPrax 1997, 64). [[Einwilligungsfähigkeit|Einwilligungsfähig]] sind auch Betreute und Minderjährige, wenn sie die nötige Einsichtsfähigkeit besitzen (letztere meist ab 14 Jahren). Nur wer einwilligungsfähig ist, kann auch wirksam eine Behandlung ablehnen.
    
Im übrigen kann bei bestimmten komplizierten Eingriffen Einwilligungsunfähigkeit bestehen, bei anderen einfachen Maßnahmen jedoch nicht. Z. B. wird jemand, der geistig behindert ist und sich eine Schnittwunde zugezogen hat, sicher erkennen können, dass diese behandelt werden muss. Dagegen wird er Sinn und Zweck einer [[wikipedia:de:Bestrahlungstherapie|Bestrahlungstherapie]] nur schwer erfassen. Bei Personen mit [[wikipedia:de:psychische Krankheit|psychischen Erkrankungen]] kann es auch sein, dass sie die Aufklärung verstehen, aber aufgrund krankheitsbedingter innerer Zwänge keine freie Entscheidung für die Behandlung treffen können.
 
Im übrigen kann bei bestimmten komplizierten Eingriffen Einwilligungsunfähigkeit bestehen, bei anderen einfachen Maßnahmen jedoch nicht. Z. B. wird jemand, der geistig behindert ist und sich eine Schnittwunde zugezogen hat, sicher erkennen können, dass diese behandelt werden muss. Dagegen wird er Sinn und Zweck einer [[wikipedia:de:Bestrahlungstherapie|Bestrahlungstherapie]] nur schwer erfassen. Bei Personen mit [[wikipedia:de:psychische Krankheit|psychischen Erkrankungen]] kann es auch sein, dass sie die Aufklärung verstehen, aber aufgrund krankheitsbedingter innerer Zwänge keine freie Entscheidung für die Behandlung treffen können.
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==== lebensrettende Notfallbehandlung und mutmaßliche Einwilligung ====
 
==== lebensrettende Notfallbehandlung und mutmaßliche Einwilligung ====
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Nur wenn es um [[wikipedia:de:Notfallmedizin|Leben oder Tod]] geht und sofort gehandelt werden muss, gibt es andere Kriterien in der Rechtsprechung. Liegen hier weder vom Patienten noch von einem [[gesetzlicher Vertreter|gesetzlichen Vertreter]] oder einem Bevollmächtigten Erklärungen vor oder können diese nicht rechtzeitig eingeholt werden, so hat der Arzt so zu handeln, wie es dem [[wikipedia:de:mutmaßlicher Wille|mutmaßlichen Willen]] des Patienten in der konkreten Situation entspricht. Lässt sich der mutmaßliche Wille des Patienten nicht anhand der genannten Kriterien ermitteln, so handelt der Arzt im Interesse des Patienten, wenn er die ärztlich indizierten Maßnahmen trifft.
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Nur wenn es um [[wikipedia:de:Notfallmedizin|Leben oder Tod]] geht und sofort gehandelt werden muss, gibt es andere Kriterien in der [[Rechtsprechung]]. Liegen hier weder vom Patienten noch von einem [[gesetzlicher Vertreter|gesetzlichen Vertreter]] oder einem Bevollmächtigten Erklärungen vor oder können diese nicht rechtzeitig eingeholt werden, so hat der Arzt so zu handeln, wie es dem [[wikipedia:de:mutmaßlicher Wille|mutmaßlichen Willen]] des Patienten in der konkreten Situation entspricht. Lässt sich der mutmaßliche Wille des Patienten nicht anhand der genannten Kriterien ermitteln, so handelt der Arzt im Interesse des Patienten, wenn er die ärztlich indizierten Maßnahmen trifft.
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==== Zur Einwilligung ist eine [[Informationspflicht|Patientenaufklärung notwendig]] ====
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==== Zur Einwilligung ist eine Patientenaufklärung notwendig ====
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Patienten haben ein Recht, in einem persönlichen Gespräch von ihrem Arzt vor der Behandlung verständlich, sachkundig und angemessen aufgeklärt und beraten zu werden (BGH JZ 1991, 983), seit 26.2.2013 auch gesetzlich geregelt in § 630e BGB.. Siehe dazu auch die [[Checkliste für Arztgespräche]] sowie in der Wikipedia unter [[wikipedia:de:Ärztliche Aufklärung|Ärztliche Aufklärung]].
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[[Bild:Schweigepflicht.jpg|right]]
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Patienten haben ein Recht, in einem persönlichen Gespräch von ihrem Arzt vor der Behandlung verständlich, sachkundig und angemessen aufgeklärt und beraten zu werden (BGH JZ 1991, 983). Siehe dazu auch die [[Checkliste für Arztgespräche]] sowie in der Wikipedia unter [[wikipedia:de:Ärztliche Aufklärung|Ärztliche Aufklärung]].
      
Es müssen benannt werden:
 
Es müssen benannt werden:
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*Nutzen und Risiken der Behandlung sowie der zur Anwendung kommenden [[wikipedia:de:Arzneimittel|Arzneimittel]] und Medizinprodukte
 
*Nutzen und Risiken der Behandlung sowie der zur Anwendung kommenden [[wikipedia:de:Arzneimittel|Arzneimittel]] und Medizinprodukte
 
*Chancen der Behandlung im Vergleich zum Krankheitsverlauf ohne Behandlung,
 
*Chancen der Behandlung im Vergleich zum Krankheitsverlauf ohne Behandlung,
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*die Behandlung der Erkrankung und ihre Alternativen, soweit sie mit unterschiedlichen Risiken verbunden sind,
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*die Behandlung der Erkrankung und alternative Behandlungsmethoden, soweit sie mit unterschiedlichen Risiken verbunden sind,
 
*Nutzen und Risiken der Behandlung sowie
 
*Nutzen und Risiken der Behandlung sowie
 
*eine eventuell erforderliche Nachbehandlung.
 
*eine eventuell erforderliche Nachbehandlung.
    
Aufklärung und Beratung müssen auch für Patienten. die sich mit dem Arzt sprachlich nicht verständigen können, verstehbar sein. Der Arzt muss sich davon überzeugen, dass der Patient die Information versteht und verstanden hat. Der Arzt ist allerdings nicht für die Hinzuziehung eines [[wikipedia:de:Dolmetscher|Dolmetscher]]s verantwortlich und kann eine Behandlung ablehnen, soweit es sich nicht um einen Notfall handelt.
 
Aufklärung und Beratung müssen auch für Patienten. die sich mit dem Arzt sprachlich nicht verständigen können, verstehbar sein. Der Arzt muss sich davon überzeugen, dass der Patient die Information versteht und verstanden hat. Der Arzt ist allerdings nicht für die Hinzuziehung eines [[wikipedia:de:Dolmetscher|Dolmetscher]]s verantwortlich und kann eine Behandlung ablehnen, soweit es sich nicht um einen Notfall handelt.
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===== Form der Aufklärung =====
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Der Arzt muss den Patienten in einem persönlichen Gespräch aufklären, denn er muss überprüfen können, ob der Patienten über das notwendige Verständnis
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vom Eingriff verfügt. Dem Patienten muss also stets „Gelegenheit zu einem vertrauensvollen Gespräch mit dem Arzt gegeben werden“ (OLG Brandenburg vom 04.11.2010, 12 U 148/08).
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In einfach gelagerten Fällen kann der Arzt den Patienten grundsätzlich auch in einem telefonischen Gespräch über die Risiken eines bevorstehenden
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Eingriffs aufklären, wenn der Patient damit einverstanden ist (BGH vom 15.06.2010, VI ZR 204/09, NJW 2010, 2430 = VersR 2010, 1183).
    
==== Zeitpunkt der Aufklärung ====
 
==== Zeitpunkt der Aufklärung ====
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Der Patient muss rechtzeitig vor der Behandlung aufgeklärt werden. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Art der Behandlung und ihrer Dringlichkeit ab. Wird ein Eingriff geplant, dann muss die Aufklärung spätestens zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Vornahme des Eingriffs erfolgen ({{Rspr|BGH NJW 1993, 2372}}). Auch bei kleineren Eingriffen, die stationär vorgenommen werden, muss eine Aufklärung rechtzeitig am Tag davor stattfinden. Bei ambulanten Eingriffen kann dagegen eine Aufklärung erst am Tage des Eingriffs noch rechtzeitig sein.  
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Der Patient muss rechtzeitig vor der Behandlung aufgeklärt werden. Der richtige Zeitpunkt hängt von der Art der Behandlung und ihrer Dringlichkeit ab. Wird ein Eingriff geplant, dann muss die Aufklärung spätestens zum Zeitpunkt der Entscheidung über die Vornahme des Eingriffs erfolgen (BGH NJW 1993, 2372 = VersR 1993, 703). Auch bei kleineren Eingriffen, die stationär vorgenommen werden, muss eine Aufklärung rechtzeitig am Tag davor stattfinden. Bei ambulanten Eingriffen kann dagegen eine Aufklärung erst am Tage des Eingriffs noch rechtzeitig sein.
    
==== Umfang der Aufklärung ====
 
==== Umfang der Aufklärung ====
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Der Umfang der Aufklärung richtet sich insbesondere nach der Schwere und der Dringlichkeit des Eingriffs. Je dringlicher der Eingriff ist, desto weniger Zeit bleibt für die Information; trotzdem muss, von Ausnahmefällen abgesehen, eine Aufklärung erfolgen ({{Rspr|BGHSt 12, 382}}; {{Rspr|BGH NJW 1992, 743}}).  
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Der Umfang der Aufklärung richtet sich insbesondere nach der Schwere und der Dringlichkeit des Eingriffs. Je dringlicher der Eingriff ist, desto weniger Zeit bleibt für die Information; trotzdem muss, von Ausnahmefällen abgesehen, eine Aufklärung erfolgen (BGHSt 12, 382; BGH NJW 1992, 743).  
    
Im allgemeinen genügt eine Aufklärung "im großen und ganzen". Der Patient muss also nicht über medizinische Details informiert werden, sondern es reicht aus, wenn die für die Lebensführung des Patienten wichtigen Informationen gegeben werden (BGH NJW 1994, 301). Dies sind insbesondere der Nutzen der Behandlung, ihre Risiken, die Auswirkungen und Verhaltensanweisungen für die weitere Lebensführung. Über in der Bevölkerung allgemein bekannte Risiken einer Behandlung, z. B. Risiko von [[wikipedia:de:Wundinfektion|Wundinfektion]]en) oder [[wikipedia:de:Embolie|Embolie]]n muss nicht aufgeklärt werden (BGH NJW 1980, 633; NJW 1986, 780 bez. Embolie; BGH 1991, 1541 bez. Infektion).
 
Im allgemeinen genügt eine Aufklärung "im großen und ganzen". Der Patient muss also nicht über medizinische Details informiert werden, sondern es reicht aus, wenn die für die Lebensführung des Patienten wichtigen Informationen gegeben werden (BGH NJW 1994, 301). Dies sind insbesondere der Nutzen der Behandlung, ihre Risiken, die Auswirkungen und Verhaltensanweisungen für die weitere Lebensführung. Über in der Bevölkerung allgemein bekannte Risiken einer Behandlung, z. B. Risiko von [[wikipedia:de:Wundinfektion|Wundinfektion]]en) oder [[wikipedia:de:Embolie|Embolie]]n muss nicht aufgeklärt werden (BGH NJW 1980, 633; NJW 1986, 780 bez. Embolie; BGH 1991, 1541 bez. Infektion).
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Auch über Nutzen und Risiken der Anwendung von [[wikipedia:de:Arzneimittel|Arzneimittel]] und Medizinprodukten muss der Arzt aufklären. Patienten haben über die allgemeine Informationspflicht des Arztes hinaus das Recht zu fragen. Der Arzt ist verpflichtet, auf diese Fragen wahrheitsgemäß, vollständig und verständlich zu antworten.
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Auch über Nutzen und Risiken der Anwendung von [[wikipedia:de:Arzneimittel|Arzneimittel]] und Medizinprodukten muss der Arzt aufklären. Patienten haben über die allgemeine [[Informationspflicht]] des Arztes hinaus das Recht zu fragen. Der Arzt ist verpflichtet, auf diese Fragen wahrheitsgemäß, vollständig und verständlich zu antworten.
    
==== Verzicht auf die Aufklärung ====
 
==== Verzicht auf die Aufklärung ====
 
Patienten haben das Recht, auf die ärztliche Aufklärung zu verzichten. Dies sollten Patienten eindeutig äußern. Der Arzt hat nicht das Recht, von der Aufklärung nach eigenem Ermessen abzusehen, wenn Leben oder Gesundheit des betroffenen Patienten durch die Aufklärung erheblich und konkret gefährdet würde.  
 
Patienten haben das Recht, auf die ärztliche Aufklärung zu verzichten. Dies sollten Patienten eindeutig äußern. Der Arzt hat nicht das Recht, von der Aufklärung nach eigenem Ermessen abzusehen, wenn Leben oder Gesundheit des betroffenen Patienten durch die Aufklärung erheblich und konkret gefährdet würde.  
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====Schweigepflicht====
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====Eindruckstheorie bei Heilungspraktiken?====
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Ein einwilligungsfähiger Patient muss den Arzt ausdrücklich von der Schweigepflicht auch ggü. dem gesetzlichen Vertreter entbinden, sonst ist dieser an seine Schweigepflicht (§ 203 StGB) gebunden. Dies gilt auch, wenn der Patient noch minderjährig ist:
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Die mittlerweile veraltete Eindruckstheorie als bundesdeutsches Richterrecht aus den fünfziger Jahren definierte den Begriff Heilkunde gemäß Empfängerhorizont: Jedes Tun, das beim behandelten Menschen den Eindruck erweckte, es ziele darauf ab, sie oder ihn von Krankheit, Leiden oder Körperschäden zu heilen und ihm Erleichterung zu schaffen, stellte aus juristischer Sicht Heilkunde in Deutschland dar und war somit erlaubnispflichtig.  
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*[http://www.iqb-info.de/LG_Koeln_Minderjaehrige_Eltern_Verschwiegenheit_Arzt_Lutz_Barth_2008.pdf LG Köln, Urt. v. 17.09.2008], 25 O 35/08: Auch bei minderjährigen Patienten ist der Arzt grundsätzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet (hier: Schwangerschaft und Mitteilung ggü. den Eltern).
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Jedoch wären von diesem alten Heilkundebegriff auch christliche und andere religiöse Kulte sowie Seelsorgepraktiken umfasst gewesen. Auch deshalb und wegen der gebotenen verfassungsmäßigen Auslegung ([[Grundrechte|Religionsfreiheit]]) stellte die jüngere Rechtsprechung in Deutschland darauf ab, dass die betrachtete Heilpraxis zumindest gesundheitliche Schäden verursachen können müsste. Wenn die Auswirkungen einer Heilpraxis deshalb gefährlich sein könnten, weil ein Leiden, dessen Diagnose ärztliches Wissen erfordert, nicht erkannt und/oder nicht behandelt wurde, macht sich der Therapeut möglicherweise strafbar. Für rechtliche Betreuer mit dem Aufgabenkreis [[Gesundheitssorge]] erhält diese richterliche Auslegung seit 2023 eine größere Bedeutung, denn seither ist der Patientenwille des Betreuten mehr zu beachten.
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Juristisch abgestellt wird zur Urteilsfindung der Gerichte immer auf den Einzelfall mit seiner besonderen therapeutischen Rechts- und Geschäftsbeziehung. Wenn vom Therapeuten oder von der Therapeutin nur eine allgemeine Anpreisung ihrer Praxis erfolgte, die keinen Rat in Bezug auf eine individuell-konkrete Krankheit beinhaltete, dann gilt die empfohlene Maßnahme nicht als eine Form der Ausübung von Heilkunde und ist somit nicht gemäß § 1 Abs. 1 Heilpraktikergesetz (HeilprG) erlaubnispflichtig. Eine Strafbarkeit gemäß § 5 HeilprG scheidet aus. Gegebenenfalls könnte ein Patientenbetrug vorliegen. Dies zu erkennen, würde nun möglicherweise in das Aufgabengebiet des Betreuers fallen. Heilpraktiker*innen und Lebensberater*innen dürfen kein Heilungsversprechen abgeben und müssen alle Hilfesuchenden – und gegebenenfalls ihre rechtlichen Betreuer - umfassend [[Informationspflicht|über die üblichen schulmedizinischen Heilmethoden aufklären]].
    
=== Einwilligungsunfähigkeit des Patienten ===
 
=== Einwilligungsunfähigkeit des Patienten ===
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Liegt beim Patienten unter rechtlicher Betreuung die nötige [[Einwilligungsfähigkeit|Einsichts- und Steuerungsfähigkeit]] vor, kann er nur höchstpersönlich die Einwilligung erklären oder diese Verweigerung, nicht jedoch der Betreuer. Fehlt es aber an dieser Fähigkeit, muss sich der Betreuer vom Arzt entsprechend aufklären lassen, er sollte keinesfalls darauf verzichten. Gegenüber dem Betreuer hat der Arzt in solchen Fällen auch keine [[wikipedia:de:Schweigepflicht|Schweigepflicht]]en ({{Zitat de §|203|stgb}} StGB). Das gleiche gilt, soweit der Patient eine [[Vorsorgevollmacht]] erteilt hat, die ausdrücklich die Entscheidung über medizinische Fragen beinhaltet ({{Zitat de §|1904|bgb}} Abs. 2 BGB).
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Liegt beim Patienten unter rechtlicher Betreuung die nötige [[Einwilligungsfähigkeit|Einsichts- und Steuerungsfähigkeit]] vor, kann er nur höchstpersönlich die Einwilligung erklären oder diese Verweigerung, nicht jedoch der Betreuer. Fehlt es aber an dieser Fähigkeit, muss sich der Betreuer [[Informationspflicht|vom Arzt entsprechend aufklären lassen]], er sollte keinesfalls darauf verzichten. Gegenüber dem Betreuer hat der Arzt in solchen Fällen auch keine [[wikipedia:de:Schweigepflicht|Schweigepflicht]]en ({{Zitat de §|203|stgb}} StGB). Das gleiche gilt, soweit der Patient eine [[Vorsorgevollmacht]] erteilt hat, die ausdrücklich die Entscheidung über medizinische Fragen beinhaltet ({{Zitat de §|1829|bgb}} Abs. 2 BGB).
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Das Vorliegen einer wirksamen und damit den [[gesetzlicher Vertreter|rechtlichen Vertreter]] (Betreuer/Bevollmächtigter) und den Arzt bindenden [[Patientenverfügung]] ist auch bei [[Unterbringung]] in der Psychiatrie in ausreichender Weise aufzuklären (OLG Celle Beschluss 17 W 37/05 i.V.m. BGH Beschluss XII ZB 236/05; BGHZ 166, 141 = NJW 2006, 1277 = MDR 2006, 995 = FamRZ 2006, 615 = FGPrax 2006, 115 = DNotZ 2006, 626).
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Bei Uneinigkeit über die Auslegung des Patientenwillens durch Betreuer oder Bevollmächtigtem einerseits und Arzt andererseits muss das [[Betreuungsgericht]] entscheiden (§ 1829 Abs. 4 BGB).
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Rechtsprechung:
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'''BGH, Beschluss vom 23.01.2013, XII ZB 395''':
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Das Vorliegen einer wirksamen und damit den rechtlichen Vertreter (Betreuer/Bevollmächtigter) und den Arzt bindenden [[Patientenverfügung]] ist auch bei Unterbringung in der Psychiatrie in ausreichender Weise aufzuklären (OLG Celle Beschluss 17 W 37/05 i.V.m. dem BGH-Beschluss vom 01.02.2006, XII ZB 236/05 ).
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Kann der Betroffene aufgrund einer psychischen Erkrankung seine Angelegenheiten hinsichtlich der Aufgabenbereiche [[Gesundheitssorge]] und [[Heilbehandlung]] nicht selbst besorgen, so ist ihm hierfür grundsätzlich auch dann ein Betreuer zu bestellen, wenn er die notwendige Behandlung ablehnt.
    
===Zwangsbehandlung zulässig? ===
 
===Zwangsbehandlung zulässig? ===
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==== Vormundschaftsgerichtliche Genehmigung ====
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==== Betreuungsgerichtliche Genehmigung ====
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Besonders gefährliche Behandlungen muss der Betreuer vom [[Vormundschaftsgericht]] genehmigen lassen.  Im [http://www.horstdeinert.de/lexikon/abschlussbericht.pdf Abschlussbericht der Bund-Länder Arbeitsgruppe "Betreuungsrecht"] zur 74 Konferenz der Justizminister und Ministerinnen im Juni 2003 werden auch [[wikipedia:de:Psychopharmakum|Psychopharmaka]] benannt, die als besonders gefährlich eingestuft werden.   
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Besonders gefährliche Behandlungen muss der Betreuer vom [[Betreuungsgericht]] genehmigen lassen.  Im [[Abschlussbericht]] der Bund-Länder Arbeitsgruppe "Betreuungsrecht" zur 74 Konferenz der Justizminister und Ministerinnen im Juni 2003 werden auch [[wikipedia:de:Psychopharmakum|Psychopharmaka]] benannt, die als besonders gefährlich eingestuft werden.   
    
Siehe hierzu unter: [[Genehmigung der Heilbehandlung]]
 
Siehe hierzu unter: [[Genehmigung der Heilbehandlung]]
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==== Ausnahme bei Eilbedürftigkeit der Behandlung ====
 
==== Ausnahme bei Eilbedürftigkeit der Behandlung ====
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Liegt besondere Eilbedürftigkeit vor, darf der Betreuer (bzw. Bevollmächtigte) ausnahmsweise auch in gefährliche Behandlungen ohne gerichtliche Genehmigung einwilligen. Die Genehmigung wird dann auch nicht nachträglich erforderlich ({{Zitat de §|1904|bgb}} Abs. 1 Satz 2 BGB).
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Liegt besondere Eilbedürftigkeit vor, darf der Betreuer (bzw. Bevollmächtigte) ausnahmsweise auch in gefährliche Behandlungen ohne gerichtliche Genehmigung einwilligen. Die Genehmigung wird dann auch nicht nachträglich erforderlich ({{Zitat de §|1829|bgb}} Abs. 1 Satz 2 BGB).
    
===Spezielle Fragen===
 
===Spezielle Fragen===
 
====Arzneimittelerprobung====
 
====Arzneimittelerprobung====
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[[Bild:Medikamente.jpg|right]]
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Die wissenschaftliche Erprobung von Arzneimitteln am Betreuten ist in den §({{Zitat de §|40|amg_1976}} und 41 des Arzneimittelgesetzes geregelt. Der Betreuer kann für den Betreuten nur unter strengen Voraussetzungen in die klinische Prüfung eines Arzneimittels einwilligen ({{Zitat de §|41|amg_1976}} Abs. 3 Nr.2 [[wikipedia:de:Arzneimittelgesetz|ArzneimittelG]]). Einzelheiten vgl. Holzhauer NJW 1992, 2325.
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Die wissenschaftliche Erprobung von Arzneimitteln am Betreuten ist in {{Zitat de §|40|amg_1976}} und {{Zitat de §|41|amg_1976}} des Arzneimittelgesetzes geregelt. Der Betreuer kann für den Betreuten nur unter strengen Voraussetzungen in die klinische Prüfung eines Arzneimittels einwilligen ({{Zitat de §|41|amg_1976}} Abs. 3 Nr.2 [[wikipedia:de:Arzneimittelgesetz|ArzneimittelG]]). Einzelheiten vgl. Holzhauer NJW 1992, 2325.
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====Produkthaftungsgesetz====
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Das deutsche Produkthaftungsgesetz regelt seit dem 1. Januar 1990 die Haftung des jeweiligen Herstellers für Körper-, Gesundheits- und Sachschäden, die einem Verbraucher oder einer Verbraucherin als Anwendende eines Produktes anlässlich der Benutzung desselben entstehen. Damals wurde die entsprechende EG-Richtlinie in deutsches Recht umgewandelt, um die Produkthaftung im wachsenden Europa zu harmonisieren und die Verbraucher besser vor Schäden durch fehlerhafte Produkte zu schützen. Die traditionelle Haftung wegen unerlaubter Handlung gemäß den §§ 823 ff. BGB gilt zusätzlich weiter. Nach dem Produkthaftungsgesetz sind Hersteller, Importeure und Lieferanten in die Haftungskette miteinbezogen. Oberstes Ziel ist der Verbraucherschutz. Von der Haftung ausgeschlossen sind jedoch die Hersteller pflanzlicher und tierischer Naturprodukte, die im Rahmen der traditionellen Landwirtschaft (nicht gentechnisch) erzeugt wurden.
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Die Haftpflicht des Verarbeiters oder Händlers knüpft an die Fehlerhaftigkeit seines Produkts an und tritt dann ein, wenn das Produkt unter Sicherheitsgesichtspunkten nicht für den zugedachten und zugeschriebenen Verwendungszweck gemäß allgemeiner Verkehrsauffassung geeignet ist. Maßgeblich ist dabei der Stand der Technik zu dem Zeitpunkt, an dem das Produkt auf den Markt gebracht wurde. Mindestanforderungen dazu sind den Deutschen Industrienormen (DIN), den VDE-Vorschriften oder anderen geltenden Normen zu entnehmen. Ein Verschulden des Herstellers oder Händlers ist rechtlich unerheblich (verschuldensunabhängige Haftung) und daher vor Gericht nicht mehr vom jeweiligen Opfer nachzuweisen. Der Schaden muss kausal durch das Produkt verursacht worden sein.
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Mögliche Produkthaftungsausschließungsgründe sind das Inverkehrbringen des Produkts ohne Wissen und Wollen des Herstellers wie nach einem Diebstahl, bei unsachgemäßer Weiterverarbeitung oder Behandlung des Produkts, bei Inverkehrbringen des Produkts außerhalb einer beruflichen Tätigkeit und bei späteren Entwicklungsfehlern, die trotz Sorgfalt vorher nicht erkannt werden konnten.
    
====Schwangerschaftsabbruch====
 
====Schwangerschaftsabbruch====
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Wenn die allgemeinen Voraussetzungen für einen straflosen [[wikipedia:de:Schwangerschaftsabbruch|Abbruch der Schwangerschaft]] gegeben sind, kommt es zunächst auf die Einwilligung der Frau an. Ist sie nicht einwilligungsfähig, ist streitig, ob der Betreuer an ihrer Stelle einwilligen kann (vgl. Dreher/Tröndle, StGB-Kommentar Rz. 14 vor § 218); das wird zu bejahen sein, wenn die Abtreibung dem [[Wunscherfüllung|Wunsch der Betreuten]] nicht widerspricht (§ 1901 BGB). Eine Genehmigung des Gerichts nach § 1904 BGB ist mangels Gefährlichkeit im Regelfall entbehrlich.
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Wenn die allgemeinen Voraussetzungen für einen straflosen [[wikipedia:de:Schwangerschaftsabbruch|Abbruch der Schwangerschaft]] gegeben sind, kommt es zunächst auf die Einwilligung der Frau an. Ist sie nicht einwilligungsfähig, ist streitig, ob der Betreuer an ihrer Stelle einwilligen kann (vgl. Dreher/Tröndle, StGB-Kommentar Rz. 14 vor § 218 StGB); das wird zu bejahen sein, wenn die Abtreibung dem [[Wunscherfüllung|Wunsch der Betreuten]] nicht widerspricht (§ 1901 BGB), siehe auch OLG Frankfurt/Main, Beschluss vom 01.09.2008, 20 W 354/08; NJW 2008, 3790 = FamRZ 2009, 368.  
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Eine Genehmigung des Gerichts nach § 1829 BGB ist mangels Gefährlichkeit im Regelfall entbehrlich.
    
====Organspenden====
 
====Organspenden====
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Die Zulässigkeit von Organspenden aus dem Körper des Betreuten ist gesetzlich nicht geregelt; sie richtet sich nach dem Wohl des Betreuten, § 1901 BGB. Bei [[Einwilligungsfähigkeit|Einwilligungsunfähigkeit]] ist die Einwilligung des Betreuers erforderlich (der Aufgabenkreis ,,Heilbehandlung" genügt nicht, erforderlich ist der ausdrückliche Aufgabenkreis z.B. ,,Organspende der linken Niere an die Tochter . . .,,). Da das Fehlen eines Organs immer einen schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schaden darstellt, ist stets die Genehmigung des Vormundschaftsgerichts erforderlich.
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Die Zulässigkeit von [[Organspende]]n aus dem Körper des Betreuten ist gesetzlich nicht geregelt; sie richtet sich nach den Wünschen und Interessen des Betreuten, § 1821 BGB. Bei [[Einwilligungsfähigkeit|Einwilligungsunfähigkeit]] ist die Einwilligung des Betreuers erforderlich (der Aufgabenkreis ,,Heilbehandlung" genügt nicht, erforderlich ist der ausdrückliche Aufgabenkreis z.B. ,,Organspende der linken Niere an die Tochter . . .,,). Da das Fehlen eines Organs immer einen schweren und länger dauernden gesundheitlichen Schaden darstellt, ist '''stets''' die [[Genehmigungspflichten|Genehmigung]] des [[Betreuungsgericht]]s erforderlich.
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Eine Betreuung mit dem Aufgabenkreis ,,Ausstellen eines Organspendeausweises" gibt es nicht (AG Mölln FamRZ 1995, 188).
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Eine Betreuung mit dem [[Aufgabenkreis]] ,,Ausstellen eines Organspendeausweises" gibt es nicht (AG Mölln FamRZ 1995, 188).
    
====Untergebrachte Patienten====
 
====Untergebrachte Patienten====
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Ist anlässlich der ärztlichen Behandlung eine [[Unterbringung|Freiheitsentziehung]] im Sinne von § 1906 Abs. 4 BGB erforderlich (z.B. weil der Patient nach der Operation gefesselt werden muss oder mit Schlafmitteln am Weggehen gehindert werden muss), ist zusätzlich eine Genehmigung des Vormundschaftsgerichts nach § 1906 BGB notwendig. Es gibt also Fälle, in denen sowohl die Genehmigung nach § 1904 BGB wie nach § 1906 BGB erforderlich sind, als auch Fälle, in denen nur die eine oder andere (oder keine) Genehmigung der ärztlichen Behandlung benötigt werden.
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Ist anlässlich der ärztlichen Behandlung eine [[Unterbringung|Freiheitsentziehung]] im Sinne von § 1831 Abs. 4 BGB erforderlich (z.B. weil der Patient nach der Operation gefesselt werden muss oder mit Schlafmitteln am Weggehen gehindert werden muss), ist zusätzlich eine Genehmigung des Betreuungsgerichts nach § 1831 Abs. 2 BGB notwendig. Es gibt also Fälle, in denen sowohl die Genehmigung nach § 1829 BGB wie nach § 1831 und 1832 BGB erforderlich sind, als auch Fälle, in denen nur die eine oder andere (oder keine) Genehmigung der ärztlichen Behandlung benötigt werden.
    
Rechtsprechung:  
 
Rechtsprechung:  
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'''OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.07.2007, {{Rspr|19 Wx 44/06}}''': Eine auf Heilbehandlungsnotwendigkeit gestützte Unterbringung muss so genau wie möglich bestimmt sein         
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'''OLG Karlsruhe, Beschluss vom 05.07.2007, 19 Wx 44/06''', FamRZ 2007, 2107 (Ls.): Eine auf Heilbehandlungsnotwendigkeit gestützte Unterbringung muss so genau wie möglich bestimmt sein.        
 
      
 
      
 
In der Genehmigung einer Unterbringung ist die vom Betreuten zu duldende Behandlung so präzise wie möglich anzugeben. Dem genügt in der Regel, wenn dem Beschluss die zu behandelnde Krankheit und die Art der Behandlung zu entnehmen ist. Eine Genehmigung der Unterbringung ist aber nicht deshalb rechtswidrig, weil der Beschluss keine Angaben über die einzusetzende Arzneimittel oder Wirkstoffe und deren Höchstdosierung sowie Verabreichungshäufigkeit enthält.
 
In der Genehmigung einer Unterbringung ist die vom Betreuten zu duldende Behandlung so präzise wie möglich anzugeben. Dem genügt in der Regel, wenn dem Beschluss die zu behandelnde Krankheit und die Art der Behandlung zu entnehmen ist. Eine Genehmigung der Unterbringung ist aber nicht deshalb rechtswidrig, weil der Beschluss keine Angaben über die einzusetzende Arzneimittel oder Wirkstoffe und deren Höchstdosierung sowie Verabreichungshäufigkeit enthält.
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'''BGH, Beschluss vom 28.12.2009, XII ZB 225/09 ''', FGPrax 2010, 94 = NJW-RR 2010, 289 = MDR 2010, 388 = FamRZ 2010, 285:
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Eine [[Unterbringung]] kann nicht gemäß § 1906 Abs. 1 Nr. 2 2. Alt. BGB ("... weil … eine [[Heilbehandlung]] … notwendig ist, …“) genehmigt werden, wenn die angestrebte Heilbehandlung - aus welchen Gründen auch immer - nicht oder nicht mehr durchgeführt wird. Deshalb darf eine bereits erteilte Genehmigung nicht länger aufrechterhalten werden, wenn der Betreute bereits untergebracht ist, sich aber sodann herausstellt, dass die in der Unterbringungseinrichtung tätigen Ärzte - in Abweichung von dem der Genehmigung zugrunde liegenden ärztlichen Gutachten - eine Heilbehandlung für medizinisch nicht geboten erachten und eine solche Behandlung deshalb nicht durchführen.
    
====[http://www.uni-koeln.de/jur-fak/inststaa/gesundheitsrecht.net/urteile/sterbebegleitung/bverfgzeugenjehovas.pdf Vorläufige Betreuung für Bluttransfusion - Auch bei Zeugen Jehovas möglich]====
 
====[http://www.uni-koeln.de/jur-fak/inststaa/gesundheitsrecht.net/urteile/sterbebegleitung/bverfgzeugenjehovas.pdf Vorläufige Betreuung für Bluttransfusion - Auch bei Zeugen Jehovas möglich]====
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Im entschiedenen Fall hatte eine Angehörige der Zeugen Jehovas vor einer Operation die Durchführung von Blutübertragungen aus religiösen Gründen abgelehnt. Nach der Operation geriet sie in einen lebensbedrohenden Zustand und wurde bewusstlos. Ohne Bluttransfusion wurden die Heilungschancen von den Ärzten auf Null eingeschätzt. Der Ehemann erwirkte seine Bestellung zum vorläufigen Betreuer im Gesundheitsbereich und genehmigte die erforderlichen insgesamt 13 Bluttransfusionen.  Ein von der betroffenen Ehefrau schon vor dem Vorfall mit der Ausführung ihres Willens beauftragter Bevollmächtigter legt gegen die Betreuungsanordnung Beschwerde ein, mit der sich letztlich das Bundesverfassungsgericht zu befassen hatte. Dieses hat entschieden, dass die Betreuerbestellung aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden ist. Dabei wird u.a. argumentiert, dass bei der bewusstlosen und damit zu einer Äußerung und zu eigenverantwortlicher Entscheidung unfähigen Betroffenen, die vom Vormundschaftsgericht geäußerten Zweifel, ob die Betroffene in Kenntnis ihres aktuellen Zustandes weiterhin auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtet hätte, durchaus legitim seien: [http://www.urteile.org/urteile/urteilzeigen.php?u_id=100912 BVerfG, Beschluss v. 2.8.2001], {{Rspr|1 BvR 618/93}}, NJW 2002, 206
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Im entschiedenen Fall hatte eine Angehörige der Zeugen Jehovas vor einer Operation die Durchführung von Blutübertragungen aus religiösen Gründen abgelehnt. Nach der Operation geriet sie in einen lebensbedrohenden Zustand und wurde bewusstlos. Ohne Bluttransfusion wurden die Heilungschancen von den Ärzten auf Null eingeschätzt. Der Ehemann erwirkte seine Bestellung zum vorläufigen Betreuer im Gesundheitsbereich und genehmigte die erforderlichen insgesamt 13 Bluttransfusionen.  Ein von der betroffenen Ehefrau schon vor dem Vorfall mit der Ausführung ihres Willens beauftragter Bevollmächtigter legt gegen die Betreuungsanordnung Beschwerde ein, mit der sich letztlich das Bundesverfassungsgericht zu befassen hatte. Dieses hat entschieden, dass die Betreuerbestellung aus verfassungsrechtlicher Sicht nicht zu beanstanden ist. Dabei wird u.a. argumentiert, dass bei der bewusstlosen und damit zu einer Äußerung und zu eigenverantwortlicher Entscheidung unfähigen Betroffenen, die vom Vormundschaftsgericht geäußerten Zweifel, ob die Betroffene in Kenntnis ihres aktuellen Zustandes weiterhin auf lebenserhaltende Maßnahmen verzichtet hätte, durchaus legitim seien: '''BVerfG, Beschluss vom 02.08.2001, 1 BvR 618/93'''; FamRZ 2002, 312 = NJW 2002, 206
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===Behandlungsunterlagen===
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'''OLG Karlsruhe, Urteil vom 14.08.2019, 7 U 238/18'''
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Kein Recht von Angehörigen, aufgrund einer Vorsorgevollmacht Einsicht in Behandlungsunterlagen eines Verstorbenen zu nehmen, gegen dessen ausdrücklich erklärten oder mutmaßlichen Willen.
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==Rechtsgeschichte der Selbstmedikation in Deutschland==
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Der deutsche Arzt Dr. med. Christian Friedrich Samuel Hahnemann (1755 – 1843) setzte mit seinem revolutionär wirkenden Lebenswerk die alternative Heilmittelkunde ab dem Jahr 1796 nachhaltig durch. Damals veröffentlichte Hahnemann seine durch Selbstversuche gefundene Ähnlichkeitsregel „Similia similibus curentur“. Hahnemann hatte als Sohn eines Meißener Porzellanmalers in Leipzig und Erlangen Medizin, Pharmazie und Chemie studiert. Sein erfolgreiches Studium finanzierte er durch Übersetzungen von englischen und französischen Fachbüchern in die deutsche Sprache. Während dieser Arbeiten wurde er durch das Buch „Materia medica“ von William Cullen inspiriert. William Cullen war ein berühmter schottischer Arzt, der unter anderem die Chinarinde als wirksames pflanzliches Arzneimittel entdeckte. „Chinin“ ist heute ein bekanntes Fiebermittel und „Chinidin“ ein Herzmittel. Die Hauptaufgabe der Homöopathie war und blieb es seit damals, nebenwirkungsarme natürliche Arzneimittel auf wissenschaftlicher Basis (wieder) zu entdecken.
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Der Begriff Homöopathie zeigt im Gegensatz zur Allopathie an, dass die Heilwirkung homöopathischer Arzneimittel darauf beruht, dass die durch sie angeregte körpereigene Abwehrkraft die Krankheitssymptome überwinden kann. In der Allopathie werden die Krankheitsursachen durch ein Gegenmittel direkt bekämpft.  Der homöopathische Arzt oder Heilpraktiker gibt dem Kranken dagegen kleinste Dosen (= Potenzen) eines natürlichen Stoffes, von dem man aus gesicherter medizinischer Praxiserfahrung (vergleiche: [[Dokumentationspflicht]]) weiß, dass er in großen Mengen am Patienten ein ähnliches Krankheitssymptom hervorrufen kann. Es tritt beim Patienten im homöopathischen Heilungsprozess eine Art von Desensibilisierung bzw. eine Immunisierung gegen seine so behandelbare Krankheit ein.
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Die erste homöopathische Akademie der Erde wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika gegründet. Schon im Jahr 1834, also noch zu Lebzeiten des deutschen Medizinpioniers, entstand die „Nordamerikanische Akademie der homöopathischen Heilkunst“ bei der Stadt Philadelphia („Hahnemann Medical College“). Die globalen wissenschaftlichen Mediziner-Fronten blieben jedoch bis zum Ersten Weltkrieg weitgehend dogmatisch verhärtet. Rechtshistorisch interessant ist die gesetzliche Einführung des Deutschen homöopathischen Arzneibuchs zum 01.01.1934 während der NS-Diktatur. Dadurch konnte sich die Deutsche Homöopathische Union (DHU) zu einem der führenden homöopathischen Arzneimittelhersteller entwickeln.
    
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==
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[[Gesundheitssorge]], [[Genehmigung der Heilbehandlung]], [[Checkliste für Arztgespräche]], [[Zwangsbehandlung]], [[Medizinische Begriffe]], [[PEG-Sonde]]
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* [[Gesundheitssorge]], [[Vulnerabilität]], [[Elektronische Patientenakte]], [[Notfalldaten]], [[Gesundheitsdatennutzungsgesetz]], [[Dokumentationspflicht]], [[Medikationsplan]], [[E-Rezept]], [[digitale Barrierefreiheit]], [[Selbstbestimmung]], [[Mitwirkungspflicht]], [[Genehmigung der Heilbehandlung]], [[Einstweilige Anordnung]], [[Checkliste für Arztgespräche]], [[Informationspflicht]], [[Organspende]], [[Zwangsbehandlung]], [[Medizinische Begriffe]]
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* [[e-Rechnung]]
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* [[gesundheitliche Versorgungsplanung]], [[Erörterungsgespräch]]
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* [[Selbstverwaltung der deutschen Gemeinden]], [[Gemeinwohlorientierung]]
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==Podcast betroyt.de==
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*[https://betroyt.de/podcast/#35 Betroyt-de-Podcast von Rechtsanwalt Roy Kreutzer zum Thema Einwilligung in Behandlungen]
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*[https://betroyt.de/podcast/folge-121-zweitmeinung-wann-ich-zu-einem-anderen-arzt-gehen-darf/ Podcast betroyt.de zur Konsultation eines zweiten Arztes]
    
== Literatur ==
 
== Literatur ==
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===Bücher im Bundesanzeiger-Verlag===
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*[http://shop.bundesanzeiger-verlag.de/Familie_Betreuung_Soziales/Betreuungspraxis_und_psychiatrische_Grundlagen_398931.html Schmidt u.a.: Betreuungspraxis und psychiatrische Grundlagen], ISBN 3898174913
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===sonstige Bücher===
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===Bücher===
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[[Bild:Buecher.jpg|right]]
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*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406486460/internetsevon-21 Laufs (Hrsg.): Handbuch des Arztrechts, Heidelberg, 3. Aufl. 2002], ISBN 3406486460
 
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3406486460/internetsevon-21 Laufs (Hrsg.): Handbuch des Arztrechts, Heidelberg, 3. Aufl. 2002], ISBN 3406486460
−
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3631396503/internetsevon-21  Martin: Die Betreuung mit dem Aufgabenkreis Gesundheitssorge], ISBN 3631396503
   
* [http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3825849155/internetsevon-21 May: Autonomie und Fremdbestimmung bei medizinischen Entscheidungen für Nichteinwilligungsfähige ], ISBN 3825849155
 
* [http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3825849155/internetsevon-21 May: Autonomie und Fremdbestimmung bei medizinischen Entscheidungen für Nichteinwilligungsfähige ], ISBN 3825849155
−
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3865832075/internetsevon-21 Paino-Staber: Gesetzliche Stellvertretung naher Angehöriger im Bereich der Gesundheitssorge] ISBN 3865832075
   
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3631505973/internetsevon-21  Popp: Zwangsbehandlung von psychisch Kranken im Betreuungsrecht], ISBN 3631505973
 
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3631505973/internetsevon-21  Popp: Zwangsbehandlung von psychisch Kranken im Betreuungsrecht], ISBN 3631505973
−
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3828891438/internetsevon-21  Siegert: Die Zwangsbefugnisse des Betreuers], ISBN 3828891438
+
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3898174913/internetsevon-21  Schmidt: Betreuungspraxis und psychiatrische Grundlagen], ISBN 3898174913
 
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3832221050/internetsevon-21  Trichterborn: Zulässigkeit und Bedingungen einer ambulanten Zwangsbehandlung von Betreuten], ISBN 3832221050
 
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3832221050/internetsevon-21  Trichterborn: Zulässigkeit und Bedingungen einer ambulanten Zwangsbehandlung von Betreuten], ISBN 3832221050
 
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3811408410/internetsevon-21 Ulsenheimer: Arztstrafrecht in der Praxis, Heidelberg, 3. Aufl. 2003], ISBN 3811408410
 
*[http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3811408410/internetsevon-21 Ulsenheimer: Arztstrafrecht in der Praxis, Heidelberg, 3. Aufl. 2003], ISBN 3811408410
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===Zeitschriftenbeiträge===
 
===Zeitschriftenbeiträge===
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[[Bild:Zeitschrift.jpg|right]]
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*Alt-Epping/Nauck: Der Wunsch des Patienten – ein eigenständiger normativer Faktor in der klinischen Therapieentscheidung? Ethik Med (2012) 24:19–28
 
*Amelung: Probleme der Einwilligungsfähigkeit; RuP 1995, 20
 
*Amelung: Probleme der Einwilligungsfähigkeit; RuP 1995, 20
 
*Baumann: Fehlende Rechtsgrundlage bei ärztl. Zwangsbehandlung Untergebrachter; NJW 1980, 1873
 
*Baumann: Fehlende Rechtsgrundlage bei ärztl. Zwangsbehandlung Untergebrachter; NJW 1980, 1873
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*Bienwald: Einwilligungspflichtige Maßnahmen im Heim; [[BtPrax]] 2005, 218
 
*Bienwald: Einwilligungspflichtige Maßnahmen im Heim; [[BtPrax]] 2005, 218
 
*Bockenheimer-Lucius: Einstellung einer künstlichen Ernährung und kritische Anfragen an die Rechtsprechung; EthikMed 2005/04, 265
 
*Bockenheimer-Lucius: Einstellung einer künstlichen Ernährung und kritische Anfragen an die Rechtsprechung; EthikMed 2005/04, 265
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*[http://www.fiala.de/rechtsanwalt/uploads/tx_usrmediendb/Genehmigungserfordernis_im_Bereich..._-__RPfleger_.pdf Braun/Fiala/Müller: Genehmigungserfordernisse im Bereich der med. Gesundheitsfürsorge; RPfleger 2002, 597 (PDF)]
   
*Bühler/Kren/Stolz: Sterbehilfe – Sterbebegleitung – Patientenverfügung; [[BtPrax]] 2002, 232
 
*Bühler/Kren/Stolz: Sterbehilfe – Sterbebegleitung – Patientenverfügung; [[BtPrax]] 2002, 232
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*Bühler/Stolz: Ärztliche Behandlung und unterstütze Entscheidungsfindung - Betreuung entbehrlich? BtPrax 2017, 167
 
*Carstensen: Der einwilligungsunfähige Patient und seine Betreuung, AuK 2001/11, 342
 
*Carstensen: Der einwilligungsunfähige Patient und seine Betreuung, AuK 2001/11, 342
 
*Coeppicus: Behandlungsabbruch, mutmaßlicher Wille und Betreuungsrecht; NJW 1998, 3381
 
*Coeppicus: Behandlungsabbruch, mutmaßlicher Wille und Betreuungsrecht; NJW 1998, 3381
 
*Czerner: Legitimierung von Behandlungsabbrüchen durch § 1904?; Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft 2004, 182
 
*Czerner: Legitimierung von Behandlungsabbrüchen durch § 1904?; Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft 2004, 182
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*Dietl/Böhm: Die Indikation aus ärztlicher und juristischer Sicht; BtPrax 2012, 135
 
*Dodegge: Die Elektrokrampftherapie, FamRZ 1996, 74
 
*Dodegge: Die Elektrokrampftherapie, FamRZ 1996, 74
 
*Dose: Medikamentöse Versorgung als Heilbehandlung; FamRZ 1993, 24
 
*Dose: Medikamentöse Versorgung als Heilbehandlung; FamRZ 1993, 24
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*Gründel: Einwilligung des Betreuers in den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen; NJW 1999, 3391
 
*Gründel: Einwilligung des Betreuers in den Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen; NJW 1999, 3391
 
*Hartmann: Patientenverfügung und psychiatrische Verfügung – Verbindlichkeit für den Arzt? NStZ 2000, 113
 
*Hartmann: Patientenverfügung und psychiatrische Verfügung – Verbindlichkeit für den Arzt? NStZ 2000, 113
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*Helle, Patienteneinwilligung und Zwang bei der Heilbehandlung untergebrachter psychisch Kranker, MedR 1993,134
   
*Hennies: Risikoreiche ärztliche Maßnahmen – betreuungsrechtliche Eingriffe; MedR 1999, 341
 
*Hennies: Risikoreiche ärztliche Maßnahmen – betreuungsrechtliche Eingriffe; MedR 1999, 341
 
*ders.:Abbruch lebenserhaltender Behandlungen und die Kontrollfunktion des Vormundschaftsgerichts - Voraussetzungen und Grenzen. Anmerkungen zum Beschluss des BGH vom 17.3.2003 - XII ZB 2/03; ArztR 2003, 316ff.
 
*ders.:Abbruch lebenserhaltender Behandlungen und die Kontrollfunktion des Vormundschaftsgerichts - Voraussetzungen und Grenzen. Anmerkungen zum Beschluss des BGH vom 17.3.2003 - XII ZB 2/03; ArztR 2003, 316ff.
 
*Hoffmann: Information einwilligungsunfähiger Erwachsener vor ärztlichen Maßnahmen; RuP 2005, 52 ff.
 
*Hoffmann: Information einwilligungsunfähiger Erwachsener vor ärztlichen Maßnahmen; RuP 2005, 52 ff.
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*Hoffmann: Pflicht von Arzt und Betreuer - Aufklärung/Information einwilligungsunfähiger Patienten vor ärztlichen Maßnahmen; BtPrax 2007, 143
 
*Holzhauer: Zur Prüfung von Medikamenten an Betreuten; NJW 1992, 2325
 
*Holzhauer: Zur Prüfung von Medikamenten an Betreuten; NJW 1992, 2325
 
*Hubert-Fehler: Entscheidung des Betreuers für oder gegen PEG; [[BtPrax]] 1996, 210
 
*Hubert-Fehler: Entscheidung des Betreuers für oder gegen PEG; [[BtPrax]] 1996, 210
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*Konrad: Bedeutung der Genehmigungspflicht gem. § 1904 BGB in der stat. psychiatrischen Versorgungspraxis; RuP 1996, 76
 
*Konrad: Bedeutung der Genehmigungspflicht gem. § 1904 BGB in der stat. psychiatrischen Versorgungspraxis; RuP 1996, 76
 
*Lang: Forschung an nicht einwilligungsfähigen Minderjährigen; GesR 2004, 166
 
*Lang: Forschung an nicht einwilligungsfähigen Minderjährigen; GesR 2004, 166
 +
*Lühnen/Richter: Informierte Entscheidungen für und mit Menschen mit Demenz; BtPrax 2016, 127
 +
*Meier: Patientenrechtegesetz - den den sozialrechtlichen Änderungen; BtPrax 2013, 132
 
*Meyer: Zur zwangsweisen Heilbehandlung im Rahmen der Unterbringung; [[BtPrax]] 2002, 252
 
*Meyer: Zur zwangsweisen Heilbehandlung im Rahmen der Unterbringung; [[BtPrax]] 2002, 252
 
*dies.: Zum Inhalt von und zum Umgang mit Patientenvollmachten in Gesundheitsangelegenheiten; [[BtPrax]] 2001, 181
 
*dies.: Zum Inhalt von und zum Umgang mit Patientenvollmachten in Gesundheitsangelegenheiten; [[BtPrax]] 2001, 181
 +
*Mitsch: Die mutmaßliche Einwilligung; ZJS 2012, 38
 
*Müller: Das neue BtG - Auswirkungen auf die ärztliche Behandlung; DAVorm 1992, 151
 
*Müller: Das neue BtG - Auswirkungen auf die ärztliche Behandlung; DAVorm 1992, 151
 
*Müller-Bohlen/Paape: PEG – über die Notwendigkeit einer künstlichen Ernährung; [[BtPrax]] 2000, 183
 
*Müller-Bohlen/Paape: PEG – über die Notwendigkeit einer künstlichen Ernährung; [[BtPrax]] 2000, 183
 
*Nedopil: Erwiderung auf den Beitrag von Schreiber; FamRZ 1993, 24
 
*Nedopil: Erwiderung auf den Beitrag von Schreiber; FamRZ 1993, 24
 +
*Olzen/Lilius-Karakaya: Patientenrechtegesetz und rechtliche Betreuung; BtPrax 2013, 127
 
*Otto: Einwilligung, mutmaßliche, gemutmaßte und hypothetische Einwilligung; Jura 2004, 679
 
*Otto: Einwilligung, mutmaßliche, gemutmaßte und hypothetische Einwilligung; Jura 2004, 679
 
*Pardey: Alltagsprobleme im Betreuungsrecht, insbes. zu § 1904 und 1906 IV BGB; [[BtPrax]] 1995, 81
 
*Pardey: Alltagsprobleme im Betreuungsrecht, insbes. zu § 1904 und 1906 IV BGB; [[BtPrax]] 1995, 81
−
*[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=54690 Parzeller/Wenk/Zedler/Rothschild: Aufklärung und Einwilligung bei ärztlichen Eingriffen; Dtsch Arztebl 2007; 104(9): A-576 / B-507 / C-488 (PDF)]
+
*[http://www.aerzteblatt.de/pdf/CM/1/2/s29.pdf Parzeller pp: Aufklärung und Einwilligung des Patienten, Ärzteblatt 2009 (PDF)]
 +
*Ridder: Zur Anwendbarkeit des Genehmigungsverfahrens ... bei Elektrokrampfbehandlungen psychisch Kranker; FamRZ 1994, 1204
 +
*Riedel/Stolz: Behandlungswünsche und mutmaßlicher Wille von Menschen mit geistiger Behinderung; BtPrax 2013, 9
 
*Roth: Die Einwilligung des Betreuers in den Abbruch einer lebenserhaltenden Maßnahme; [[BtPrax]] 2003, 215
 
*Roth: Die Einwilligung des Betreuers in den Abbruch einer lebenserhaltenden Maßnahme; [[BtPrax]] 2003, 215
 
*Saliger: Sterbehilfe und Betreuungsrecht; MedR 2004, 237ff.
 
*Saliger: Sterbehilfe und Betreuungsrecht; MedR 2004, 237ff.
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*Schneide: Zur analogen Anwendung des § 1904 BGB auf die Fälle der passiven Sterbehilfe; RPfleger 2000, 8
 
*Schneide: Zur analogen Anwendung des § 1904 BGB auf die Fälle der passiven Sterbehilfe; RPfleger 2000, 8
 
*Schöch: Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen; NStZ 1995, 153
 
*Schöch: Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen; NStZ 1995, 153
 +
*Schiller: Die Arzthaftung für Behandlungsfehler im Rahmen psychiatrischer Behandlungen; GesR 2011, 8
 
*Schreibauer: Strafrechtliche Risiken des Betreuers bei der Sterbehilfe und Suizidbeteiligung; [[BtPrax]] 1997, 217
 
*Schreibauer: Strafrechtliche Risiken des Betreuers bei der Sterbehilfe und Suizidbeteiligung; [[BtPrax]] 1997, 217
 
*Schreiber: Die medikamentöse Versorgung als Heilbehandlung gem. § 1904 BGB; FamRZ 1991, 1014 und Diskussion hierzu in FamRZ 1993, 26
 
*Schreiber: Die medikamentöse Versorgung als Heilbehandlung gem. § 1904 BGB; FamRZ 1991, 1014 und Diskussion hierzu in FamRZ 1993, 26
 
*Schweitzer: Heilbehandlung und Selbstbestimmung; FamRZ 1996, 1317
 
*Schweitzer: Heilbehandlung und Selbstbestimmung; FamRZ 1996, 1317
 
*Spickhoff: Die Patientenautonomie am Lebensende; NJW 2000, 2297
 
*Spickhoff: Die Patientenautonomie am Lebensende; NJW 2000, 2297
−
*der.: Die Entwicklung des Arztrechts 2006/2007, NJW 2007, 1628
   
*Stalinski: Die einvernehmliche Zwangsbehandlung; [[BtPrax]] 2000, 59
 
*Stalinski: Die einvernehmliche Zwangsbehandlung; [[BtPrax]] 2000, 59
 
*Stolz: BtG - Umsetzungsdefizite im Bereich Heilbehandlung und freiheitsentziehende Maßnahmen, FamRZ 1993, 642
 
*Stolz: BtG - Umsetzungsdefizite im Bereich Heilbehandlung und freiheitsentziehende Maßnahmen, FamRZ 1993, 642
 
*ders.: Medikamentöse Versorgung von Heimbewohnern nach dem Betreuungsgesetz; [[BtPrax]] 1994, 49
 
*ders.: Medikamentöse Versorgung von Heimbewohnern nach dem Betreuungsgesetz; [[BtPrax]] 1994, 49
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*ders.: Menschen mit Demenz im Krankenhaus; BtPrax 2010, 24
 
*Strätling/Fieber/Sedemund-Adib/Schmucker: Mittelbare Folgen der BGH-Sterbehilfeentscheidung zum „Lübecker Fall“ für das deutsche Medizin- und Betreuungsrecht; MedR 2004, 433
 
*Strätling/Fieber/Sedemund-Adib/Schmucker: Mittelbare Folgen der BGH-Sterbehilfeentscheidung zum „Lübecker Fall“ für das deutsche Medizin- und Betreuungsrecht; MedR 2004, 433
 
*Thar: Einwilligung in Heilbehandlung – durch den Betreuten – durch den Betreuer; [[BtPrax]] 1994, 91
 
*Thar: Einwilligung in Heilbehandlung – durch den Betreuten – durch den Betreuer; [[BtPrax]] 1994, 91
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*Tamm: Der Haftungsumfang bei ärztlichem Fehlverhalten und Rechtsdurchsetzungsfragen im Arzthaftungsrecht; JURA 2009, 81
   
*Thar: Die Einwilligung in die Behandlung mit Clozapin (Leponex) bei stationärer Zwangsbehandlung; [[BtPrax]] 2004/2, M6
 
*Thar: Die Einwilligung in die Behandlung mit Clozapin (Leponex) bei stationärer Zwangsbehandlung; [[BtPrax]] 2004/2, M6
 
*Uhlenbruck: Vorab-Einwilligung und Stellvertretung bei der Einwilligung in einen Heileingriff; MedR 1992, 134
 
*Uhlenbruck: Vorab-Einwilligung und Stellvertretung bei der Einwilligung in einen Heileingriff; MedR 1992, 134
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== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
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*[http://beck-online.beck.de/default.aspx?vpath=bibdata%2Fkomm%2FJuergensKoBtG%2Fcont%2FJuergensKoBtG%2EFile837%2Ehtm Auszug aus Jürgens: Betreuungsrechtskommentar zu § 1904 BGB (beck online)]
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*[http://www.bmj.bund.de/enid/27cbf3fcd1492db5dd369d05cd61158d,0/Ratgeber/Patientenrechte_in_Deutschland_bv.html Ratgeber Patientenrechte (Bundesjustizministerium)]
  −
*[http://www.aerztekammer-bw.de/20/merkblaetter/aufklaerungspflicht.pdf#search=%22genehmigung%20%C3%A4rztliche%20vormundschaftsgericht%22 Merkblatt zur ärztlichen Aufklärungspflicht (PDF)]
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*[http://www.betreuungsrecht-forschung.de/pdf/Heimleitunginfo.pdf Merkblatt für Ärzte und Pflegepersonal zum Thema Betreuung (PDF)]
  −
*[http://www.bundesaerztekammer.de/30/Richtlinien/Empfidx/Sterbebegleitung2004/index.html Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung (2004)]
  −
*[http://lexetius.com/2006,324 BGH-Beschluss vom 1. Februar 2006 zur stat. Zwangsbehandlung]
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*[http://www.lebenshilfe.de/content/stories/index.cfm/key.2211/secid.9/secid2.56 Kommentar zum vorangegegangen Beschluss des OLG Celle - Ausschluss von Zwangsbehandlungen]
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*[http://lexetius.com/2000,2337 BGH-Beschluss vom 11. Oktober 2000 zur ambulanten Zwangsbehandlung]
   
*[http://lexetius.com/2003,610 BGH-Beschluss vom 17. März 2003 zur Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen]
 
*[http://lexetius.com/2003,610 BGH-Beschluss vom 17. März 2003 zur Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen]
 
*[http://lexetius.com/2005,1369 BGH-Beschluss vom 8. Juni 2005 zur Einstellung der künstlichen Ernährung]
 
*[http://lexetius.com/2005,1369 BGH-Beschluss vom 8. Juni 2005 zur Einstellung der künstlichen Ernährung]
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*[http://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Datum=2006&nr=8560&linked=urt&Frame=2 Bundessozialgericht zur Bezahlung stationärer psychiatrischer Behandlung]
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*[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-90638344.html Der SPIEGEL 4/2013: Hirnschwund durch Psychopillen ?]
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*[http://www.pflegewiki.de/wiki/Hauptseite Wiki-Lexikon zum Thema Pflege]
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*[http://www.aerztekammer-bw.de/25/15medizin05/B05/2.pdf Aufsatz von Prof. Stolz zur  Behandlung einwilligungsunfähiger Patienten (PDF)]
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*[http://www.wegweiser-psychopharmaka.de/lexikon/index.html Lexikon Psychopharmaka]
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*[http://vermeersch.de/c-gesundheit.html Weitere Infos zum Aufgabenkreis Gesundheitssorge (Betreuerbüro Vermeersch)]
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*[https://www.datenschutzzentrum.de/medizin/arztprax/vertreter.htm Information zur Herausgabe von Behandlungsunterlagen seitens des Arztes an den Betreuer (Datenschutzbeauftragter Schl.-Holstein]
      
==Vordrucke==
 
==Vordrucke==
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[[Bild:Klarsicht.gif|right]]
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*[http://www.anwaltonline.net/formulare/massnahmen2.html Antrag Genehmigung Heilbehandlung (Anwalt Online)]
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*[http://www.horstdeinert.de/lexikon/Medikamente.doc Antrag auf Genehmigung von Medikamentengabe (Word)]
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*[http://www.horstdeinert.de/lexikon/Medikamente_Arzt.doc.doc Anschreiben an Arzt bez. Verschreibung von Medikamenten (Word)]
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*[http://www.horstdeinert.de/lexikon/Heilbehandlung.doc Antrag Genehmigung Heilbehandlung (Word)]
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*[http://www.rechtlichebetreuung.de/28-schweigepflichtsentbindung.pdf Entbindung des Arztes von der Schweigepflicht (PDF)]
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*[http://www.amtsgericht.bremen.de/sixcms/media.php/13/05Merkblatt%20f%FCr%20Betreuer%20betr%20%E4rztliche%20Ma%DFnahmen.pdf Merkblatt zu ärztlichen Maßnahmen (Bremen; PDF)]
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*[http://psychiatrie.de/data/pdf/7b/00/00/behandlungsvereinbarung.pdf Behandlungsvereinbarung bei psychischen Krankheiten (PDF)]
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