Die preußische Städteordnung von 1808 auf Initiative des Freiherrn von Stein markiert den gesetzlichen Startpunkt für die lange Rechtsentwicklung der modernen kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland. Die bisher politisch unmündigen männlichen Bürger sollten damals zumindest in den protestantischen Städten und Gemeinden Preußens zur Mitarbeit im Staat gewonnen werden. Die kämpferischen liberal-demokratischen Auseinandersetzungen zwischen Bürgertum und Monarchie führten nach der deutschen Reichsgründung von 1871 und nach den beiden Weltkriegen schließlich 1949 zum Art. 28 GG, der auch der '''bundesstaatlichen Demokratisierungspolitik''' der US-amerikanischen Besatzungsmacht zu verdanken ist. Diese Verfassungspolitik traf vor allem in Süddeutschland auf den hier traditionell starken [[Föderalismus]] (Grenznähe zur Schweiz). | Die preußische Städteordnung von 1808 auf Initiative des Freiherrn von Stein markiert den gesetzlichen Startpunkt für die lange Rechtsentwicklung der modernen kommunalen Selbstverwaltung in Deutschland. Die bisher politisch unmündigen männlichen Bürger sollten damals zumindest in den protestantischen Städten und Gemeinden Preußens zur Mitarbeit im Staat gewonnen werden. Die kämpferischen liberal-demokratischen Auseinandersetzungen zwischen Bürgertum und Monarchie führten nach der deutschen Reichsgründung von 1871 und nach den beiden Weltkriegen schließlich 1949 zum Art. 28 GG, der auch der '''bundesstaatlichen Demokratisierungspolitik''' der US-amerikanischen Besatzungsmacht zu verdanken ist. Diese Verfassungspolitik traf vor allem in Süddeutschland auf den hier traditionell starken [[Föderalismus]] (Grenznähe zur Schweiz). |